18.05.12

Flughafen

Entscheidung über BER-Eröffnung fällt kurz vor Weihnachten

Die Flughafengesellschaft hat am Freitag einen neuen Zeitplan für die BER-Inbetriebnahme vorgestellt.

Quelle: Reuters
17.05.12 2:37 min.
Debakel um den neuen Berliner Großflughafen: Die Eröffnung des größten ostdeutschen Infrastrukturprojekts verzögert sich um ein Dreivierteljahr und damit weit länger als die angekündigten zwei Monate.

Die Entscheidung, ob der neue Hauptstadtflughafen Willy Brandt (BER) tatsächlich am 17. März 2013 eröffnet werden kann, fällt kurz vor Weihnachten. Bis dahin soll die vollautomatische Brandschutzanlage für das Terminalgebäude endlich fertiggestellt sein. Das sieht der neue Zeitplan der Flughafengesellschaft vor, der am Freitag im Verkehrsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses vorgestellt wurde.

Mängel am hochkomplexen Brandschutzsystem werden von Flughafen-Aufsichtsratschef Klaus Wowereit und Flughafen-Chef Rainer Schwarz weiterhin als einziger und ausschlaggebender Grund für die Absage der zuvor für den 3. Juni angekündigten Eröffnung des BER-Airports angegeben. In anderen Bereichen des Bauprojekts habe es zwar auch Probleme gegeben, diese hätten aber bis Anfang Juni behoben werden können, versicherte Schwarz erneut. Insgesamt seien die Gebäude auf dem Flughafengelände zu 95 Prozent fertiggestellt, sagte Projektleiter Joachim Korkhaus. Er betonte zugleich, dass die vollautomatische Brandschutzanlage für das BER-Terminal eine der größten weltweit sei. Sie verfügt unter anderem über rund 16.000 Brandmelder, ein mehrere Kilometer langes Kanalsystem und mehr als 1000 Klappen, über die bei einem Brand die giftigen Gase abgepumpt werden sollen.

Bereits im Dezember habe sich abgezeichnet, dass ein vollautomatisches Funktionieren der Anlage nicht gesichert sei. Zwei in der Baugenehmigung zwingend vorgeschriebene Ziele konnten demnach nicht erreicht werden: So müssen im Ernstfall innerhalb von drei Minuten über Lautsprecher automatisch Durchsagen erfolgen, mit denen die Passagiere zum Verlassen des Terminals aufgefordert werden. Zum Zweiten muss gewährleistet sein, dass in allen Räumlichkeiten im Terminal – also auch denen in den Kellergeschossen, die über keine Fenster verfügen – eine rauchfreie Schicht von 2,15 Meter Höhe besteht. Doch das einwandfreie Zusammenwirken der von insgesamt fünf Firmen eingebauten Anlagen habe nicht gesichert werden können.

Nachdem nun klar ist, dass eine Interimslösung beim Brandschutz von den Behörden nicht genehmigt wird, will die Flughafengesellschaft nun zum ursprünglichen Konzept zurückkehren. Bis Juni sollen alle vorliegenden Pläne auf Kollisionen hin überprüft werden, dann wird weitergebaut. Bis Mitte Dezember soll die Anlage fertig sein, dann folgen im Januar die Wirkprüfungen durch TÜV-Experten und die Abnahmen durch die Baubehörden. Erst danach sollen die noch fehlenden Funktionstests durch Komparsen im Terminalgebäude erfolgen.

Alle Informationen rund um den neuen Berliner Flughafen BER im Special von Morgenpost Online – hier

Quelle: fü
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