Jugendsprache

Wenn Jugendliche einfach nur noch "kp" haben

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Lupenreines Deutsch? Vollständige Sätze? Grammatik? Voll ungeil. Jugendliche haben ihre eigene Sprache, die Eltern häufig nicht verstehen. Und das soll auch so sein. Wissenschaftler loben sogar die Kreativität.

Am liebsten würde man ihnen kollektiv Nachhilfe in Redekunst verordnen. Wenn man mal wieder Zeuge einer Unterhaltung wird, in der es von "Ey Alter, ich schwör, voll krass" nur so wimmelt. Wenn man ihnen zuhört, in der U-Bahn, im Schwimmbad, auf der Straße, wenn sie mit "Hammer" und "Mega" um sich schmeißen. Wenn man ihnen zu Hause im Wohnzimmer über die Schulter schaut beim Chatten, wo sie ihre Hausaufgaben am liebsten mit einem kurzen "kp" (kein Plan) kommentieren. Was ist nur passiert? Waren das nicht neulich alles noch süße, plappernde Grundschüler, die ihre Anliegen in langen, komplizierten Sätzen vorbringen konnten? Warum reden die jetzt auf einmal alle, als wäre ihr IQ mit Beginn der Pubertät um 40 Punkte abgesunken?

Jugendliche scheinen große Freude daran zu haben, mit ihrer Muttersprache ähnlich rabiat umzugehen, wie sie manchmal in dieser Lebensphase auch mit ihren Eltern umgehen. Grammatik? Ist dazu da, ignoriert zu werden. Artikel? Kann man auch weglassen. Englische Ausdrücke? Lassen sich wunderbar eindeutschen. Die Normen der Standardsprache? Stulle, lame, ungeil. Stattdessen schallt einem überall ein fröhliches "YOLO" entgegen. Yolo? Was soll das denn sein?

Wer seinen eigenen Nachwuchs nicht mehr versteht, der kann zu einem der zahlreichen Wörterbücher greifen, die auf dem Markt sind. Der Langenscheidt Verlag gibt jedes Jahr ein Jugendlexikon heraus, "100% Jugendsprache 2014" heißt die aktuellste Ausgabe. Yolo steht natürlich auch drin: Das sei die "Aufforderung, eine Chance zu nutzen, weil man nur einmal lebt". Ach so, "you only live once" – sagt das doch gleich. Der nächste Eintrag nach Yolo lautet übrigens "Zahnpastakater", so bezeichnen Jugendliche angeblich den komischen Geschmack im Mund, wenn man direkt nach dem Zähneputzen etwas isst. Habe ich persönlich aus dem Mund eines Teenagers aber ehrlich gesagt noch nie gehört.

Es gibt nicht die eine Jugendsprache

Gut möglich, dass auch viele Jugendliche den Begriff nicht kennen. Es gibt nicht die eine Jugendsprache, da sind sich Sprachwissenschaftler einig. Es gibt regionale Moden, die sich massiv voneinander unterscheiden und sehr schnell verändern. Jugendliche in Steglitz reden möglicherweise anders als Jugendliche in Hellersdorf, Jugendliche, die in Sportvereinen aktiv sind, benutzen andere Ausdrücke als Jugendliche aus der Computerspielszene. In Berlin können andere Begriffe angesagt sein als in München. Und was heute in einer Clique als coole Insiderformulierung gilt, kann morgen von einer anderen schon als völlig veraltet abgestempelt werden.

Wer dem Phänomen der Jugendsprache auf die Spur kommen will, muss weit zurückgehen, bis ins 19. Jahrhundert. Schon in den Kreisen der damaligen Studenten bildete sich ein eigener Jargon heraus. Später, in den 50er-Jahren des 20. Jahrhunderts, machten die sogenannten "Halbstarken" von sich reden, unterwegs in der "Affenschaukel" oder "Knutschkugel" wurde "rangeklotzt", "gescharrt" oder "ein Zahn angebohrt". In den 80er-Jahren war selten "alles paletti", oft war die "Kacke am Dampfen", manchmal lag man miteinander "im Clinch" oder war "zugeknallt". In der Freizeit wurden "Eier geschaukelt", in der Schule war man "finster drauf".

Lange Zeit hat sich die Sprachwissenschaft hauptsächlich damit beschäftigt, das Vokabular der Jugendsprache zu sammeln und lexikalisch zu dokumentieren. Doch Jugendsprache besteht nicht nur aus seltsamen Wörtern und Ausdrücken. Jugendsprache ist auch mit einem besonderen grammatischen Stil verbunden. Hans-Norbert Dittmar, Professor für Linguistik an der Freien Universität Berlin, wollte diesem Stil näher auf die Spur kommen. "Wir wollten zum Beispiel herausfinden, welche Satzformen Jugendliche bevorzugt benutzen", erzählt er. "Und welche Rolle Vulgarismen spielen, also obszöne und derbe Ausdrücke." Außerdem fragten sich Dittmar und sein Team, ob junge Frauen möglicherweise anders sprechen als junge Männer.

Von 2008 bis 2011 leitete Dittmar an der FU ein großes Forschungsprojekt zur Jugendsprache. Die erste Herausforderung damals zu Beginn der Forschungsarbeit bestand darin, zunächst überhaupt einmal authentische Jugendsprache finden. Auf Kommando benutzen die wenigsten Teenager ihren Slang, schon gar nicht, wenn fremde Erwachsene mit im Raum sind. Auf Medienberichte oder nicht ausreichend belegte Lexikoneinträge wollten sich die Forscher ebenfalls nicht verlassen.

Sprachforschung im Ferienlager

Was also tun? Die Wissenschaftler beschlossen, die Dialoge von Jugendlichen auf Band aufzunehmen. Nicht heimlich, sondern selbstverständlich mit deren Erlaubnis. Nils Bahlo, Dittmars damaliger Mitarbeiter, heute Dozent an der Universität Münster, fuhr dazu drei Jahre lang jeden Sommer mit Berliner Jugendlichen in ein Ferienlager in Bayern. Dort waren an vielen Stellen Mikrofone angebracht. Sie zeichneten zum Beispiel auf, wie ein Betreuer namens Sascha die Jugendlichen abends ermahnte, jetzt endlich leise zu sein und zu schlafen. Die Reaktion, die ihm aus einem der Zelte entgegen schallte, klang so: "Sascha, du Toy." / "Sascha, du Troll." / "Sascha, du keck." / "Sascha, du Gockel." Aber Sascha entpuppte sich als schlagfertiges Gegenüber. Er erwiderte nur: "Al Bundy Kinder."

Jugendliche beschimpfen auf lustig-liebevolle Art ihren Betreuer, der kontert mit dem Hinweis auf eine beliebte Fernsehfigur, den Verlierertyp Al Bundy aus der Serie "Eine schrecklich nette Familie". Verben kommen nicht vor, generell wird nicht viel gesagt. Aus Sicht der Wissenschaftler ist das Ganze trotzdem eine hochinteressante Unterhaltung. Ein kleiner sprachlicher Ringkampf, fast ein Rap. Frech und lautmalerisch: Aus Toy wird Troll, aus keck Gockel.

"Ein typisches Merkmal von Jugendsprache ist die Bricolage", erklärt Dittmar. Bricolage meint die Sprachbastelei, das Zusammenzimmern: Bekannte Ausdrücke aus den Medien oder der Popmusik werden verfremdet, man spielt mit Bruchstücken aus Werbeslogans ebenso wie mit berühmten Film- oder Songzitaten. Kurze Anspielungen, die aber nur diejenigen verstehen, die denselben kulturellen Hintergrund haben, die dieselbe Musik hören, die gleichen Fernsehserien gucken. "Für die Bricolage braucht es Schnelligkeit, Medienwissen, Witz und Erfindungsreichtum", so Dittmar.

Es geht darum, vor den Freunden Eindruck zu machen. Vor allem männliche Jugendliche handeln mit teils heftigen Wortgefechten ihre Stellung in der Gruppe aus. Manchmal versuchen sie auch, das Gegenüber mit wilden Anekdoten zu beeindrucken. "Das funktioniert allerdings ganz anders als bei Erwachsenen", erklärt Dittmar. "Kein Jugendlicher stellt sich hin und sagt: So, ich erzähle dir jetzt mal 15 Minuten lang, wie es neulich zu meinem Fahrradunfall kam." Stattdessen sind die Sätze kurz, es wird viel dramatisiert und übertrieben. Intensivierung nennen die Wissenschaftler dieses Stilmittel. Das spiegelt sich auch in vielen Adjektiven wider, die Jugendliche benutzen. Nichts ist einfach nur unangenehm, es ist mindestens "total krank" oder "krass nervig".

Sich gegenseitig imponieren

Auffällig sei auch, so Dittmar, "dass Jugendliche oft mit ganzem Körpereinsatz erzählen, mit Händen, Füßen und Augenbrauen. Da wird die Stimme verstellt, ein Dialog wörtlich nachgespielt, da werden Tonfall und Ausdrücke von Dritten imitiert." Das Ziel ist klar: Jugendliche wollen sich gegenseitig imponieren. Sie wetteifern darum, wer der Coolste oder Witzigste ist, wer die größte Klappe hat. Dazu gehört auch eine möglichst obszöne Sprache. Dass Mädchen dabei weniger offensiv sind als Jungen, konnten Dittmar und sein Team nicht feststellen. "Die Mädchen der heutigen Jugendgeneration nehmen kein Blatt mehr vor den Mund." Aber könnten sich, wenn es drauf ankomme, besser zurückhalten als die Jungs.

Dass viele Erwachsene sich von diesen direkten sexuellen Ausdrücken vor den Kopf gestoßen fühlen, ist Sinn und Zweck der Übung. Jugendsprache ist Teil eines provokanten Abgrenzungsprozesses: Wir wollen nicht zu eurer langweiligen, ordentlichen Welt dazugehören, lautet – oft unbewusst – die Botschaft. Abgesehen davon ist die Pubertät die Zeit der großen Gefühle. Um den inneren Sturm und Drang angemessen wiederzugeben, müssen nicht nur gewagte Mode- und Musikstile, sondern eben auch die Sprache herhalten.

Überhaupt ist die Gruppenzugehörigkeit das zentrale Motiv der Jugendsprache. Jugendliche wollen dieselbe Sprache wie ihre Freunde sprechen. Sie wollen Teil einer Gemeinschaft sein, sich mit einer Clique identifizieren können. Umso wichtiger ist es, in den eigenen Kreisen glaubhaft und authentisch zu wirken. Das leicht prollig klingende "Ich schwör" hat dabei seinen festen Platz in der Jugendrhetorik. "Damit unterstreicht man gegenüber den Anderen sein eigenes Standing, seine Sicherheit", sagt Dittmar. "Deshalb steht es oft am Anfang eines Satzes." Eine Art vorausgeschickte Betonung: Was jetzt kommt, ist mir wichtig, hört mir gefälligst zu! Und glaubt mir das, was ich sage! Denn vom eigenen Freundeskreis verbale Zustimmung zu bekommen, ist in dieser Phase der Selbstfindung existentiell wichtig.

Das Internet als Spielwiese

Im Internet werden statt "Ich schwör"-Beschwörungen lieber Ausrufezeichen benutzt. Am besten gleich zwanzig auf einmal. Wahlweise können es auch 30 grimmige Smileys sein. Nachdem sich die Jugend jahrzehntelang nur auf dem Schulhof, im Kinderzimmer und am Telefon sprachlich austoben konnte, ist in den vergangenen zehn Jahren eine weitere Spielwiese hinzukommen: die sozialen Netzwerke, die neuerdings auch über das Smartphone ständig verfügbar sind. Eine Welt aus Buchstaben, Satzzeichen, Emoticons tat sich auf, auf die sich vor allem die jungen Nutzer gestürzt haben. Jugendliche verschicken jährlich Millionen SMS, sie kommunizieren leidenschaftlich gerne über WhatsApp, sie twittern, sie kommentieren bei YouTube, sie chatten bei Facebook, MSN oder über Skype.

Doch auch bei dieser neuen Form der Schreiblust schlagen die Erwachsenen oft die Hände über dem Kopf zusammen. Soll das noch Deutsch sein? Abkürzungen, Kleinschreibungen, englisch, deutsch, alles geht da durcheinander, auf Rechtschreibung achtet kein Mensch, auf Kommaregeln schon mal gar nicht. Aber wer in seiner Freizeit derart nachlässig schreibt, so die Sorge vieler Eltern, kann der wirklich jemals wieder auf Schriftnorm und Schulniveau umschalten?

Georg Albert ist Germanist an der Universität Koblenz-Landau, seit Jahren beschäftigt er sich mit dem, was in Chatforen so schnell und oft scheinbar nachlässig getippt wird. Die Kategorie Jugendsprache hält er medial für überstrapaziert. "Das Wort deutet an, dass es eine bestimmte Sprache gibt, die von Jugendlichen verwendet wird und von Erwachsenen nicht", sagt er. Aber das stimmt so nicht, jedenfalls nicht bezogen auf die Chatsprache. "Viele Untersuchungen haben gezeigt, dass es diese scharfe Abgrenzung nicht gibt." Im Internet lasse sich nicht direkt von einem jugendlichen Tonfall auf einen jungen Nutzer schließen. Albert fiel bei seinen Untersuchungen zum Beispiel auf, dass in einem Chatforum, das sich an über Dreißigjährige richtet, besonders frei und kreativ geschrieben wurde. Umgekehrt kennt er auch Fälle, wo Jugendliche auf einer Webseite mit einem Politiker chatten und sich dabei die größte Mühe geben, erwachsen und seriös zu klingen.

Die meisten Nutzer können – entgegen aller kulturpessimistischen Sorgen – nämlich sehr gut zwischen verschiedenen Sprachstilen umschalten. Sie wissen, an welchem Ort welche Ausdrucksform angemessen ist. "Es gibt keine einzige Untersuchung, die das Gegenteil beweisen konnte", betont der Germanist. In Deutschaufsätzen oder in Bewerbungsanschreiben kommen die wenigsten Jugendlichen auf die Idee, zwinkernde Smileys oder englische Ausdrücke zu benutzen. Im Internet dagegen ist viel mehr erlaubt. "Das ist ja einer der Gründe, warum viele Menschen überhaupt so gerne chatten", sagt Albert. "Sie haben ganz einfach Spaß am spielerischen Umgang mit der Schriftsprache." Dass die Abkürzungen und die Kleinschreibung, die im Internet vorherrschen, nur dem Platzmangel und der Schnelligkeit geschuldet sind, das konnte Albert in seiner Forschungsarbeit widerlegen. Viele andere Merkmale der Chatsprache – gezielte Großschreibungen, endlose Wiederholungen der Satzzeichen, der ausufernde Smiley-Gebrauch – sprechen eindeutig dagegen.

Absolute Regellosigkeit? Das ist ein Vorurteil

Auch sonst gilt: Im Netz herrscht keineswegs absolute Regellosigkeit. Bestimmte Sprachmoden kommen und gehen, die einen halten sich länger, andere verschwinden schnell wieder von der digitalen Bühne. Wer in bestimmten Foren mitmischen will, tut deshalb gut daran, sich die dortigen sprachlichen Gepflogenheiten zueigen zu machen. "Wer die Zeichen kennt, ist integriert", sagt Albert. Wer dagegen den Code nicht beherrscht, die Abkürzungen nicht entschlüsseln kann, der eckt an. Oder kann nicht richtig teilnehmen am Chat-Gespräch.

Viele Nutzer versuchen deshalb, sich schreibend in ein vorteilhaftes Licht zu rücken. Dazu gehört manchmal der betont lässige Umgang mit der eigenen Sprache. "In unserer Mediengesellschaft wird ein sprachspielerischer, vorwitziger Stil mit Jugendlichkeit assoziiert", erklärt Albert. Normsprache wirkt oft altbacken und langweilig. Normverstöße dagegen interessant und einfallsreich. Nicht wenige Erwachsene wollen im Internet möglichst jung und spritzig klingen. Auch die Werbung bedient sich hemmungslos bei der Jugendsprache. Denn wie könnte man sich besser an die begehrte Zielgruppe ranschmeißen, als sie in ihrer eigenen Sprachstil anzuquatschen?

Die Jugendlichen reagieren auf solche Anbiederungen oft empfindlich. Dass viele Wörter, die ihre Karriere in der Jugendsprache begonnen haben, trotzdem schnell in die allgemeine Umgangssprache überschwappen, können die Erstnutzer dennoch nicht verhindern. Über die Medien und die Werbung schaffen die Neuschöpfungen in den Sprachgebrauch der Masse überzugehen. Manchmal entsteht am Ende sogar ein neuer Eintrag im Duden. Nicht nur "lol", "chillen" und "dissen" (siehe Interview) haben es mittlerweile geschafft, dort aufgenommen zu werden.

Abschied vom Wortgewitter

Aber was im Duden steht, ist natürlich nicht mehr subversiv. Im Gegenteil, es ist gesellschaftlich akzeptiert. Sprich: langweilig. Den Jugendlichen bleiben mehrere Möglichkeiten. Sie können entnervt die Augen rollen über die Erwachsenen, die mit einem Jahrzehnt Verspätung die Ausdrücke der Jugend übernehmen. Sie können das "cool sein" und "chillen" den Alten überlassen und neue Modewörter erfinden. Oder – sie lassen die Jugendsprache gänzlich hinter sich. Hans-Norbert Dittmar spricht von einem "Reifestadium", von dem die Wissenschaft nicht genau weiß, wann es eintritt. Erwiesen ist aber, dass Jugendliche im Übergang zum Erwachsenenalter aus der Phase der sprachlichen Dramatisierung herauswachsen. Dass sie sich einfügen in die Normsprache, dass sie wieder in längeren Sätzen sprechen und weniger provokante Wörter benutzen. Oft passiert das, wenn sie ins Berufsleben eintreten oder selbst eine Familie gründen. "Der Wunsch, sich vom Rest der Sprachgemeinschaft abzugrenzen, lässt dann nach."

Was aber tun, bis es soweit ist? Wie mit den eigenen Kindern kommunizieren? Sollten Eltern auf WhatsApp Abkürzungen mit ihrem Nachwuchs austauschen? Sollen sie selbst alles "krank" und "krass" und "übelst reudig" finden? Oder, umgekehrt, besonders streng sein und auf ordentlichem Deutsch bestehen – wenigstens am Abendbrottisch? Dittmar hat eine beruhigende Botschaft für alle verunsicherten Eltern: "In Familien, in denen viel geredet wird und Eltern und Jugendliche grundsätzlich ein gutes Verhältnis haben, dürfen die Erwachsenen gelegentlich auch den Jargon der Kinder übernehmen." Nicht als billige Anbiederungsstrategie, sondern um eine sprachliche Brücke zwischen den Generationen zu schlagen, die dieser Lebensphase ohnehin viele Verständigungsschwierigkeiten haben.

In Unterhaltungen mit seinem eigenen Sohn, der heute 21 ist, hat der Professor damit gute Erfahrungen gemacht. "Jugendliche benutzen oft viel schärfere, für unsere Ohren sehr abwertend klingende Ausdrücke", sagt Dittmar. Eltern wiederum nehmen das schnell persönlich. "Oft hilft es dann nachzufragen." Die Sätze dabei ein wenig abmildern oder vorsichtig umformulieren. Und den Kern der Aussage trotzdem ernst nehmen. Denn um nichts anderes geht es den Teenagern – egal wie abweisend, aggressiv und großmäulig das jugendliche Wortgewitter auch sein mag.

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