Nach dem Fund eines erschossenen Wolfs in Siegadel (Dahme-Spreewald) unterstützt Peta Deutschland e.V. die laufend Ermittlungen. Die Organisation setzt eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro für Hinweise aus, die zur Überführung des Tierquälers führen.
Ein Pilzsucher entdeckte das tote Tier am Sonnabend in einem Waldstück in Südbrandenburg. Das Tier war den Angaben zufolge beim Fund noch warm, das Projektil steckte in der Schulter. Wann genau der Wolf angeschossen wurde, blieb zunächst unklar. Das Tier soll jetzt in einem Berliner Institut obduziert werden.
Peta fordert ein Verbot der „Hobbyjagd“
Peta vermutet den Täter in den lokalen Jägerkreisen. „Es wäre nicht das erste Mal, dass Mitglieder der Jägerschaft einen natürlichen Konkurrenten mit einem gezielten Schuss ausschalten“, so Judith Pein im Namen von Peta Deutschland e.V.
Die Tierschützer fordern ein Verbot der „Hobbyjagd“. Eine Reduktion des Wildtierbestandes durch Jäger sei nicht erforderlich.
Wolfsjagd verstößt gegen das Artenschutzgesetz
In Brandenburg leben laut Landesumweltamt neben mehreren Einzeltieren mittlerweile auch 18 Wolfsrudel, meist im Süden. Dort werden immer wieder erschossene Wölfe entdeckt. Wölfe sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz in Deutschland streng geschützt, ihre Tötung stellt eine Straftat da.
Zeugen können Hinweise und Informationen zu diesem Fall direkt per E-Mail oder telefonisch unter 01520 7373341 an die Tierrechtsorganisation oder direkt an die Polizei weiterleiten.
emb



