Das in Werder (Potsdam-Mittelmark) ausgerissene Känguru ist noch immer unterwegs. Es sei Dienstagfrüh zwischen den Ortsteilen Derwitz und Kemnitz gesichtet worden, sagte Ulrike Paniccia, Leiterin des Ordnungsamtes von Werder. „Es ist gut im Tarnen.“

Das Tier war am Montag einem privaten Halter weggelaufen. Mitarbeiter des Ordnungsamtes seien auf Streife und hielten Ausschau nach dem Ausreißer, sagte die Leiterin. Eine Polizeisprecherin betonte: „Wir sind nur zuständig, wenn es auf die Straße hüpft.“

Das exotische Tier hatte am Montag Polizei, Feuerwehr, Ordnungsamt und die Tierrettung in Atem gehalten. Zunächst versuchten mehrere Autofahrer am Montagmorgen, das Tier an der Auffahrt Groß Kreutz einzufangen. Doch dies misslang. Schließlich kamen Feuerwehrleute sowie Helfer von Tierrettung und Ordnungsamt dazu. Aber auch sie blieben erfolglos.

Nicht einziges exotisches Tier

Erst vor wenigen Tagen war aus einem Zirkus in Luckenwalde (Teltow-Fläming) ein Nashorn ausgebüxt. Das Schwergewicht hatte sich am vergangenen Sonnabend aus einem Stall befreien und spazierte auf einer Straße nahe der Innenstadt herum. Pfleger entdeckten es und lockten es zurück in seinen Stall. Von dort riss es allerdings erneut aus: Zirkusmitarbeiter fanden es kurz darauf friedlich auf einer Wiese.

Bereits vor zwei Wochen waren kurzzeitig zwei Stachelschweine auf Luckenwalder Straßen unterwegs. Sie waren aus dem Tierpark geflohen und hatten bei ihrer Rettungsaktion das Auto eines Tierarztes mit ihren Stacheln attackiert.

BM