Brandenburg will die Zusammenarbeit mit Polen auf dem Energiesektor ausbauen. „In Anbetracht zurückgehender EU-Mittel für Brandenburg ist es notwendig, gemeinsame Projekte anzustoßen, die die Energieinfrastruktur unserer Region nutzen und stärken“, führt Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke) in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage aus. Unter anderem soll mit Blick auf den europäischen Energie-Binnenmarkt das Übertragungsnetz zwischen beiden Ländern ausgebaut werden. Zwei Vorhaben für Freileitungen seien bereits auf den Weg gebracht worden.

Die Länder wollen sich eng abstimmen

Außerdem gibt es laut Christoffers regelmäßige Arbeitstreffen zwischen Experten beider Länder. Ziel sei, Unternehmenskontakte zu verstärken sowie die Kooperation von Wissenschaftlern – etwa bei der Forschung zur Speicherung von Kohlendioxid – voranzutreiben. Mit Nachbar-Woiwodschaften könnten gemeinsame Energiestrategien erarbeitet werden.

„Die Zusammenarbeit bezieht sich nicht nur auf die Verwirklichung gleichgerichteter energiepolitischer Interessen“, betonte Christoffers. Es gehe auch darum, das gegenseitige Verständnis unterschiedlicher Ansichten zu stärken – etwa bei der Frage der Zukunft der Kernenergie und der Festlegung von Klimaschutzzielen.

dpa/seg