03.02.13

Architektur

Europacity in Berlin-Mitte soll neuen Hingucker bekommen

Das Energie-Unternehmen "50 Hertz" setzt für seinen Bau in Berlin-Mitte auf zeitgenössische Architektur und hat jetzt die Qual der Wahl.

Von Sabine Gundlach
Foto: Henning Larsen Architects

Schräg: Der Entwurf von Henning Larsen Architects überzeugt durch seine Fenster
Schräg: Der Entwurf von Henning Larsen Architects überzeugt durch seine Fenster

Der erste Hingucker steht schon. Nach dem "Tour Total", der 16 Etagen hohen Firmenzentrale des Mineralölkonzerns Total von "Barkow Leibinger Architekten", soll die Europacity in Berlin-Mitte um das nächste architektonische Highlight bereichert werden: Auch das Energie-Unternehmen "50 Hertz" setzt für seinen Bau auf zeitgenössische Architektur und hat jetzt die Qual der Wahl.

Beim internationalen Architekturwettbewerb für die neue Firmenzentrale von "50 Hertz" wählte die Jury statt eines ersten zwei zweite Preise. Neben "Henning Larsen Architects" aus Kopenhagen sind auch die Grazer Planer von "Love architects and urbanism" noch im Rennen.

Beide Büros müssen jetzt ihre Entwürfe überarbeiten. Im März 2013 soll dann endgültig entschieden werden, wie der Neubau für zunächst 580 Mitarbeiter des Stromnetzanbieters aussehen soll.

Wie der Projektmanager Uwe Herzfeld erläuterte, ist der Neubau in drei Baustufen auf langfristige Erweiterung angelegt. Die erste Phase sieht auf dem 8145 Quadratmeter großen Areal an der Heidestraße eine Bruttogeschossfläche von 18.000 Quadratmeter vor. In einer zweiten Phase ist eine Erweiterung auf 21.000 Quadratmeter (710 Arbeitsplätze), dann auf 25.000 Quadratmeter (900 Arbeitsplätze) vorgesehen.

Was das Unternehmen sich seine neue Zentrale in der Europacity kosten lässt, wollte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Boris Schucht, bei der Präsentation der ausgewählten Architekturentwürfe nicht preisgeben. "Wir stecken ja noch mitten in den Verhandlungen", sagte Schucht.

Fest steht jedoch, dass sich die neue Unternehmenszentrale "transparent und innovativ" präsentieren will. "Wir versuchen, den Außenraum in das Gebäude reinzuholen, indem wir ganz viele verschiedene Balkone und Terrassen in die Glasfassade integrieren", erläutert Mark Jenewein von "Love architects and urbanism".

Ein weiterer Blickfang des Entwurfs der Grazer Planer ist ein aufgesetzter Turm, der den länglichen Baukörper leicht überragt. Der Entwurf von "Henning Larsen Architekten" hat die Jury hingegen unter anderem durch die ornamentale Fassade der verschiedenen Baukörper überzeugt. "Die Fenster sind auch im verschlossenen Zustand alle schräg gestellt, wodurch die Fassade lebendig wirkt", sagt Mikala Holme Samsøe von "Henning Larsen Architects.

Die Grundsteinlegung für den Neubau zwischen "Tour Total" und Hamburger Bahnhof ist für 2014, die Fertigstellung für das Jahr 2016 geplant.

Alle 18 Architekturentwürfe sind bis 17. Februar 2013 im Deutschen Technikmuseum (Trebbiner Straße 9, Kreuzberg) im Rahmen der Ausstellung "Windstärken" bei freiem Eintritt zu sehen.

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