Der Bahnhof Karlshorst hat nun auch eine neue S-Bahnbrücke. Nachdem im Sommer bereits eine Brücke für die Fernbahngleise eingebaut wurde, hat der größte Teleskopkran der Welt am Sonnabend auch den Überbau für die S-Bahn und die neue Fußgängerüberführung in Position gehoben.
Für den Brückeneinbau ist die ohnehin schon viel befahrene Treskowallee seit Dienstag zwischen Wandlitz- und Dönhoffstraße gesperrt. Auch die Staßenbahnlinien sind seitdem unterbrochen, Fahrgäste müssen 750 Meter bis zum S-Bahnsteig laufen. Und dabei bleibt es noch eine Woche. Von Dienstag an wird die Hilfskonstruktion auf der Nordseite der Brücke zurückgebaut, über den die S-Bahn-Züge gegenwärtig fahren.
„Bis zum 14. Oktober sollten die Schienenarbeiten abgeschlossen sein“, sagt Bahnsprecher Holger Auferkamp. Am darauffolgenden Morgen um 4 Uhr soll dann auch die Sperrung der Treskowallee aufhoben sein, auch die Tram sollen wieder auf der angestammten Route fahren. Insgesamt sollen die Bauarbeiten am Bahnhofsgebäude noch bis April 2014 dauern.
Anwohner befürchten eine Dauerbaustellen
Rund Tausend Schaulustige verfolgten am Sonnabend neugierig das mehrstündige Brückenbau-Spektakel. Die Deutsche Bahn war mit einem Infostand vor Ort. Es gab Bratwürsten, Getränke und Luftballons für die Anwohner.
Diese befürchten derweil weitere, langjährige Straßenbaumaßnahmen. Denn trotz Verbreiterung der Brücke, wurde die darunterliegende Treskowallee noch nicht ausgebaut. „Wer hat denn da geschlafen?“, fragt Gastronom Öemr Dincolgu. Der 45-jährige Imbissbesitzer ärgert sich, dass nicht parallel gebaut wird. Am Bahnhof Karlshorst wird wegen dieser Planungsprobleme noch Jahre gebuddelt.
ana





