Wieder eine geschmacklose Aktion gegen zugezogene Schwaben in Berlin: Unbekannte haben das Hegel-Denkmal in Mitte in der Nacht zu Montag mit Currywurst beschmiert. Die Initiative „Schwaben ausbürgern“ brüstete sich im Internet mit der Tat.

Dort hieß es: In Berlin lebende Schwaben müssten ihre Wohnungen verlassen und in Übergangsquartiere ziehen. „Bis zum 31. Dezember 2013 haben die Schwaben die Übergangsquartiere zu verlassen“. Dann würden sie aus Berlin ausgebürgert und nach Süden verabschiedet.

Auf der Internetseite heißt es weiter, Hegel sei „die schwäbische Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“. „Über Marx gelangte seine Dialektik zu Lenin, von Moskau gelangte sie zurück nach Ostberlin.“

Der Staatsschutz hat laut Polizei die Ermittlungen aufgenommen.

Die Büste steht an der Dorotheenstraße / Ecke Hegelplatz. Der Philosoph G.W.F. Hegel wurde 1770 in Stuttgart geboren und war am 14. November 1831 in Berlin gestorben. Er ist auf dem Friedhof der Dorotheenstädtischen und Friedrichswerderschen Gemeinde begraben.

Die zugewanderten Neu-Berliner werden immer wieder mit dem Vorwurf konfrontiert, die Kehrwoche in Berlin einführen zu wollen, sich begehrte Wohnungen zu sichern und „Weckle“ statt „Schrippen“ zu frühstücken.

Schätzungsweise 300.000 Schwaben leben in Berlin.

dpa/sei