Steuerserie 2014

Die optimale Steuerklasse erhöht das Elterngeld

Für das Elterngeld hat sich im vergangenen Jahr die Berechnungsmethode geändert. Statt des Nettoeinkommens wird jetzt das Bruttoeinkommen zugrunde gelegt. Die Wahl der Steuerklasse ist da besonders wichtig.

Foto: Patrick Pleul / dpa

Grundlage für die Höhe des Elterngeldes war bislang das Nettoeinkommen von Vater oder Mutter in den zwölf Monaten vor der Geburt des Kindes. Das Elterngeld beträgt monatlich mindestens 300 Euro, im Höchstfall 1800 Euro. Für alle Kinder, die von Januar 2013 an das Licht der Welt erblickt haben oder erblicken, gilt eine neue Berechnungsmethode.

Grundlage für die Ermittlung des Elterngeldes ist nun das Bruttoeinkommen von Vater oder Mutter in den zwölf Monaten vor der Geburt des Kindes. Von diesem ziehen die Finanzbeamten Steuern und Sozialabgaben mit Pauschalsätzen ab. Unterm Strich führt diese neue Berechnungsmethode in vielen Fällen zu einem geringeren Nettoeinkommen und damit auch zu einem geringeren Elterngeld als die alte Berechnungsart.

Eheleute können nach wie vor vor der Geburt des Kindes die Steuerklasse wechseln. Denn ein Wechsel von Steuerklasse V in IV oder III bringt unterm Strich auch mit der neuen Berechnungsmethode ein höheres Nettoeinkommen und damit auch mehr Elterngeld. „Aber neu ist nun, dass der Wechsel mindestens sieben Monate vor dem Geburtsmonat des Kindes erfolgen muss, damit er anerkannt wird“, sagt Peter Kauth von Steuerrat24.de.

Demnach müssen sich künftige Eltern gleich nach Bekanntwerden der Schwangerschaft um die optimale Steuerklassen-Kombination kümmern. Das wiederum rechnet sich. Denn einen Vorteil hat die neue Regelung: Wenn die Steuerklasse sieben Monate vor der Geburt des Kindes geändert wird, gilt die neue Steuerklasse für den gesamten Zwölf-Monats-Zeitraum vor der Geburt. Und das gibt dann im Endeffekt mehr Elterngeld. Vater und Mutter des Kindes können sich die Elternzeit aufteilen. Diese beträgt dann maximal 14 Monate.