Flache Hierarchien, die Chefs sitzen mitten drin im Großraum und jeder Mitarbeiter kann sich mit seinen Ideen einbringen. Das ist das Geheimnis von Optivo, einem der europäischen Marktführer für professionelles und innovatives E-mail-Marketing.
„Der Job soll so viel Spaß machen, dass man nicht die Sekunden zählt bis zum Feierabend und trotzdem nicht so viele Überstunden mit sich bringen, dass man kein Privatleben mehr hat“, beschreibt Geschäftsführer Ulf Richter die Philosophie des Unternehmens mit 72 Mitarbeitern.
Bei der Preisverleihung erschien er im Anzug, doch das sei nicht üblich betont er. In der Firma würde man es eher leger handhaben. 2001 wurde sie als Software-Aboservice gegründet, in einer Ein-Zimmer-Hinterhaus-Wohnung in Friedrichshain. Schon kurze Zeit später wollte der erste Kunde nicht nur Adressen geliefert bekommen, sondern fragte nach einer entsprechenden Software. 2002 entwickelte Peter Romaniowski im Urlaub rasch die erste Software, die – 2004 relauncht – noch heute im Einsatz ist.
Benefits für alle
Zu den Kunden gehören Tchibo, die Deutsche Bahn, Germanwings, Accor Hotellerie und viele andere renommierte Firmen. Optivo bietet ihnen eine Software, mit deren Hilfe angeforderte Werbemails an Kunden geschickt werden. Alles läuft über den Server von Optivo, so dass alle Klicks gezählt werden können. Zehn bis 15 neue Mitarbeiter stellt die Firma pro Jahr ein. Gerade erst ist das Unternehmen an die Wallstraße in Mitte gezogen, weil mehr Raum benötigt wurde. Allein 30 der 72 Mitarbeiter arbeiten in der mehrfach preisgekrönten Kundenbetreuung, sagt Richter.
Neben den eingangs beschriebenen Gepflogenheiten bietet die Firma ihren Mitarbeitern noch verschiedene Zugaben, die die Wahl zu Berlins bestem Arbeitgeber sicherlich mit beeinflusst haben. So gibt es einmal die Woche kostenlosen Englischunterricht für alle. Außerdem kann jeder wählen, ob er eine BVG-Karte oder einen Tiefgaragenplatz haben möchte. Einmal im Monat gibt es ein Firmentreffen, bei dem die Chefs für die Belegschaft kochen oder auch mal Cocktails mixen. Das werde sehr gut angenommen, so Richter. Neben obligatorischen Sommerfesten und Weihnachtsfeiern gibt es gemeinsame Veranstaltungen wie Kartfahren oder Kickerturniere.
Ein funktionierendes Team
„Das Klima im Team ist sehr gut. Wir achten schon bei der Einstellung darauf, dass der Kandidat zu uns passt“, sagt Richter. Das Einstellungsverfahren für Programmierer etwa besteht aus einem dreistündigen Test. Zudem muss sich der Neue dem Team vorstellen, um zu sehen ob die Chemie stimmt. Erst dann urteilt der Chef selbst.
Schon im letzten Jahr gelang Optivo der Sprung in die Top Ten von Berlins besten Arbeitgebern. In diesem Jahr haben sie den Sprung vom vierten auf den ersten Platz geschafft. „Im vergangenen Jahr wurde noch mehr Transparenz in der Kommunikation von unseren Leuten gewünscht. Das haben wir versucht umzusetzen – anscheinend ist uns das gelungen“, schmunzelt Richter. In letzter Zeit sei es schwierig geworden, Mitarbeiter vor allem für Programmierung und den Salesbereich zu bekommen, „da hilft so ein Preis mit Sicherheit. Schon im letzten Jahr haben sich zwei Mitarbeiter gezielt deswegen bei uns beworben.“
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