Tages- und Festgeld

Der richtige Anlagenmix macht’s

Viele Verbraucher reagieren mit einer Umschichtung ihrer vorhandenen Geldanlagen auf die Veränderungen, die es aktuell am Kapitalmarkt gibt.

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Rebalancing heißt hier das Zauberwort, denn ein langfristig orientierter Anlagemix streut Anlagerisiken. Anleger sollten demnach ihre Geldanlagen immer im Auge behalten und regelmäßig kontrollieren, ob sie noch den aktuellen Bedürfnissen entsprechen.

Eine Umschichtung ist oft sinnvoll

Sinnvoll ist es, sich einen bestimmten Termin im Jahr zu setzen (idealerweise sogar zwei bis drei Mal pro Jahr), um rasch bei Änderungen am Kapitalmarkt reagieren zu können. Eine Umschichtung der eigenen Geldanlage empfiehlt sich in bestimmten Situationen sowie bei einer schlechten Weiterentwicklung.

Der durchschnittliche Deutsche hat immer etwas Geld übrig. Die Sparrate in Deutschland liegt bei etwa acht bis zehn Prozent des verfügbaren Einkommens. Wer beispielsweise 50.000 Euro angespart hat und es anlegen will, sollte nicht auf eine einzige Anlageform setzen, sondern sein Geld zu einem Teil auf ein Tagesgeldkonto und einen weiteren Betrag auf ein Festgeldkonto einzahlen. Tagesgeld ist flexibler als Festgeld und wenn mal eine teure Autoreparatur oder eine neue Spülmaschine fällig wird, kann über das Tagesgeld sofort verfügt werden.

Auf die Sicherheit sollte man immer achten

Neben den sicheren und flexiblen Anlageformen Tages- und Festgeld, die den Anleger immer liquide bleiben lassen, gibt es weitere Anlagemöglichkeiten, die ein solides Sicherheitsversprechen erfüllen. Hierzu gehören beispielsweise Immobilienfonds, dividendenstarke Aktien sowie ausgewählte Aktienfonds und ETFs. Diese Anlagen entwickeln sich unabhängig vom Geldmarkt und bieten somit einen automatischen Inflationsschutz. Dafür ist das Risiko bei diesen Anlagen höher als bei Tages- und Festgeldkonten.

Anleger sollten aber auch Anlagen in ihrem Portfolio haben, die langfristig mehr Gewinne versprechen als die bisher genannten. Gemeint sind hier Wachstumsaktien bzw. Finanzderivate. Mit den entsprechenden Titeln sind innerhalb eines Jahres Kursgewinne von bis zu 100 Prozent möglich - oder auch nichts, was verdeutlicht, wie risikoreich diese Anlageform sein kann, wenn man nicht über das nötige Fachwissen verfügt und nur zum Spaß an der Börse handelt.

Das sollte man bei einer Umschichtung beachten

Vorab sollten Anleger überprüfen, ob sich die eigene Anlagestrategie noch den individuellen Anlagezielen entspricht. Ist dies der Fall, kann man sich getrost zurücklehnen und sein Geld für sich arbeiten lassen – getreu dem Motto „Buy & Hold“ des bekannten ungarischen Börsen-Gurus André Kostolany (1906 – 1999). Will man jedoch umschichten, sollte man vorab wissen, dass jede Umschichtung im vorhandenen Portfolio (wie Aktien, Tages- oder Festgeld) Kosten verursachen kann. Auch wenn viele Verbraucher an ihrem Sparbuch hängen, ist diese Sparform keine Option, denn dort gibt es praktisch keine Zinsen mehr. Zudem können größere Summen nur abgehoben werden, wenn man sie in der Regel drei Monate im Voraus gekündigt hat.

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