Sparer, die Geld anlegen wollen, sollten sich einmal die Offerten anderer Banken ansehen, denn mitunter kann sich dies lohnen. Wer beispielsweise 10.000 Euro anlegen will, erhält in Deutschland mickrige Zinsen – in Kroatien beispielsweise erhält man bei der Podravska Bank rund 1,65 Prozent auf seine Geldeinlage.
Ausländische Banken bieten mehr
Sparer, die zwei Jahre ihr Geld anlegen können und wollen, finden bei der bulgarischen Fimbank ein attraktives Angebot. Die Bank zahlt sogar 1,85 Prozent – hierbei handelt es sich jedoch um ein reines Tagesgeldkonto, da nicht täglich über den Betrag verfügt werden kann.
Selbstverständlich gilt auch bei den ausländischen Angeboten die volle Einlagensicherung. Sollte die Bank pleite gehen, haftet der jeweilige nationale Einlagensicherungsfonds des Landes für jeden einzelnen Kunden. Um eventuellen Verlusten vorzubeugen ist es absolut notwendig, sich bei Banken aus dem Nicht EU-Ausland vorher sorgfältig zu erkundigen, bis in welche Höhe Guthaben per Einlagensicherung versichert ist. Liegt die Bank innerhalb der EU kann man in der Regel davon ausgehen, dass die Einlagensicherung dem deutschen Standard entspricht oder diesen gar übertrifft.
Zinserträge werde gleich behandelt
Da Zinserträge im Wohnsitzland zu versteuern sind, müssen Anleger ihre ausländischen Zinserträge direkt bei der jährlichen Einkommensteuererklärung angeben. Erzielt man bei mehreren Geldinstituten Kapitalerträge, werden die inländischen und ausländischen Zinserträge innerhalb der EU zusammengerechnet (sie werden beide steuerlich gleich behandelt) und vom Sparer-Pauschbetrag abgezogen. Gehen diese Erträge über den Sparer-Pauschbetrag hinaus, sind sie mit dem Abgeltungssteuersatz zu versteuern.
Fazit: Ein Tagesgeld im Ausland kann sich durchaus lohnen. Bedenken sollte man jedoch auch die Risiken, die mit einem Tagesgeld Ausland einhergehen können (beispielsweise das Wechselkursrisiko). Falls die Anlage bei der Auslandsbank nicht in Euro erfolgt, kann das Währungsrisiko zum Nachteil für den Anleger werden.


