Strompreisvergleich

2016 werden die Strompreise explodieren

Ab 2016 müssen Verbraucher tiefer in die Tasche greifen, denn die Strompreise steigen bei 148 Grundversorgern um durchschnittlich 2,8 Prozent.

Knapp sieben Millionen Haushalte in Deutschland müssen im neuen Jahr mehr für ihren Strom bezahlen. In den letzten acht Jahren sind die Strompreise um 39 Prozent gestiegen - für das kommende Jahr muss im Durchschnitt 2,8 Prozent mehr bezahlt werden.

Örtliche Versorger sind meistens teurer

Die Stromkosten sind je nach Region sehr unterschiedlich. Bundesweit gibt es bei den Strompreisen große Unterschiede in Abhängigkeit davon, in welchem der vier Übertragungsnetze in Deutschland die Haushalte ihren Strom beziehen.
Die Auswahl an Stromanbietern ist mit durchschnittlich 152 Versorgern relativ hoch, aber laut der Bundesnetzagentur lassen sich nur etwa ein Drittel der Verbraucher von den örtlichen Grundversorgern beliefern.

Der Grundversorger ist jeweils das Energieversorgungsunternehmen, das vor Ort die meisten Kunden mit Strom und/oder Gas beliefert - in Berlin und Hamburg ist dies Vattenfall, in Essen ist es RWE, in Köln ist es die RheinEnergie und in München sind es die Stadtwerke (SWM).

Mehrere hundert Euro lassen sich einsparen

Die Möglichkeit eines Wechsels nehmen nur die wenigsten Verbraucher wahr und bleiben mehrheitlich bei ihren örtlichen Versorgern. Und das sich ein Wechsel lohnt, zeigt dieses Beispiel: Im Schnitt zahlte eine vierköpfige Familie in den letzten fünf Jahren 8249 Euro bei einem Verbrauch von 5000 Kilowattstunden. Bei einem Wechsel zu einem günstigeren Anbietern hätte die Familie nur 6997 Euro gezahlt. Die Ersparnis: 1352 Euro.

Gründe für die Preiserhöhungen

Die Umstellung von fossilen auf erneuerbare Energiequellen im Zuge der Energiewende erfordert Investitionen in den Netzausbau in Milliardenhöhe, die auch von den Verbrauchern mitgetragen werden müssen. Ein weiterer Grund ist die Verdoppelung der staatlichen Förderung von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK). Diese Abgabe wird ausschließlich vom Verbraucher getragen und schlägt sich somit in der eigenen Stromrechnung nieder.

Besonders hart trifft es Hartz-IV-Empfänger, denn anders als etwa bei der Miete und den Heizkosten wird die Stromrechnung nicht direkt vom Staat beglichen, sondern wird durch den Regelsatz abgedeckt. Und dieser wird nur alle fünf Jahre neu berechnet - und allein in den letzten fünf Jahren ist der Strom von 23 Cent pro Kilowattstunde auf knapp 30 Cent gestiegen.

Der Wettbewerb im Energiemarkt bietet Verbrauchern die Möglichkeit, aus verschiedenen Angeboten das für sie passende Angebot auszuwählen. Sie können den Energielieferanten frei wählen, dessen Angebot seinen Wünschen am ehesten entspricht (Preis, Service, Energiemix).

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