Börsen-Bericht

Anleger hoffen auf schnelle Lösung in der Krise

Die Stimmung der Börsianer hellt sich vorsichtig auf und treibt den Dax ins Plus. Die Anleger hoffen auf Krisen-Details der Euro-Finanzminister.

Die Hoffnung auf weitere Schritte zur Lösung der europäischen Schuldenkrise hat zu einem Umschwung am deutschen Aktienmarkt geführt. Der Handel hatte zunächst mit Gewinnmitnahmen eröffnet. Später setzte sich aber die Zuversicht durch, dass sich die EU-Finanzminister auf einen Hebel für den Euro-Rettungsschirm EFSF einigen und Italien möglicherweise noch mehr spart als bisher angekündigt. Zudem verlief eine Auktion italienischer Staatsanleihen etwas besser als befürchtet.

Der DAX gewann 0,8 Prozent auf 5.792 Punkte. Der MDAX legte 0,4 Prozent auf 8.625 Zähler zu. Der TecDAX verbesserte sich um 1,1 Prozent auf 682 Punkte. Der Euro zeigte sich weiter stabil. Gegen 12.40 Uhr stand die Gemeinschaftswährung bei 1,3390 Dollar nach 1,3367 Dollar am Morgen.

In der Auktion italienischer Staatsanleihen über knapp acht Milliarden Euro hätten sich zwar durchwegs Renditen über sieben Prozent ergeben, die Volumina lägen allerdings am oberen Ende der Erwartungen. „Damit war die Auktion wenigstens keine Katastrophe“, sagte ein Händler. Etwas gebremst wird der Euro von einer schwachen Nachfrage nach belgischen Schuldenpapieren mit kurzen Laufzeiten.

Im DAX setzten sich Allianz mit einem Plus von 3,4 Prozent auf 73,01 Euro an die Spitze. Größter Verlierer waren Daimler, die 1,4 Prozent nachgaben und bei 31,67 Euro notierten. Im MDAX schaffte es ebenfalls ein Finanzkonzern auf den ersten Platz: Hannover Rück gewannen 2,5 Prozent auf 36,96 Euro. Am schwächsten entwickelten sich Heideldruck, die 4,5 Prozent nachgaben auf 1,35 Euro.

Im TecDAX konnten Nordex mit einem Zuwachs von 3,3 Prozent auf 4,08 Euro am stärksten profitieren. Q-Cells verloren dagegen 4,5 Prozent auf 0,71 Euro und fanden sich auf dem letzten Platz des Index wieder.