Ratingagentur

Fitch hält an Topnote für US-Kreditwürdigkeit fest

Aufatmen in den USA: Die Ratingagentur Fitch tut es Standard&Poor's nicht nach. Bei ihr genießt Amerika auch weiterhin die Bestnote AAA.

Die US-Rating-Agentur Fitch hat die Bestnote AAA für die Kreditwürdigkeit der USA bestätigt. Zugleich bewertete die Agentur den Ausblick für die weltgrößte Volkswirtschaft als stabil.

Vor anderthalb Wochen hatte die Rating-Agentur S&P’s die USA überraschend herabgestuft, was an den weltweiten Finanzmärkten starke Kursverluste ausgelöst hatte. Fitch begründete seine Entscheidung damit, dass die US-Wirtschaft nach wie vor stark genug sei. Die Fitch-Entscheidung sorgte dieses Mal für Erleichterung an den Märkten.

Der Leitindex Dax notierte 1,5 Prozent schwächer bei 5931 Punkten, nachdem er zuvor mehr als zwei Prozent niedriger gelegen hatte. „Nach dem Warnschuss von S&P dürften die Entscheidung von Fitch die Anleger erst einmal ein bisschen beruhigen“, sagte ein Händler.

Positiv aufgenommen wurde auch die US-Industrieproduktion, die im Juli unerwartet stark gestiegen ist. „Die Zahlen zur US-Industrieproduktion stellen ohne Zweifel eine positive Überraschung dar“, schrieb die Postbank in einem Kurzkommentar. Sie ließen darauf hoffen, dass sich das US-Wachstum nach dem sehr schwachen ersten Halbjahr im laufenden Quartal wieder etwas beschleunige.

Die dritte große Ratingagentur, Moody’s, bewertet die US-Kreditwürdigkeit weiterhin mit der Bestnote, hatte aber erklärt, der Ausblick für die Bonität der USA sei „negativ“.