Nach seinem kräftigen Kursplus vom Vortag hat es der Dax zur Eröffnung ruhig angehen lassen. Der Leitindex legte um 0,1 Prozent auf 6844,64 Punkte zu und markierte damit ein neues Zweieinhalb-Jahres-Hoch. Tabellenführer der ersten deutschen Börsenliga war Bayer. Der Pharma-Konzern will unter anderem mit Stellenstreichungen jährlich 800 Millionen Euro einsparen. „Dies ist ein wichtiger Schritt für Bayer, um sich auf die wichtigsten Wachstumssegmente zu konzentrieren und die Produkt-Entwicklung zu beschleunigen“, urteilte LBBW-Analyst Karl-Heinz Scheunemann. Die Aktien des Leverkusener Konzerns zogen daraufhin um 1,4 Prozent auf 57,33 Euro an.
Die Aktienmärkte in Fernost hatten sich zuvor uneinheitlich präsentiert. Zwar schwappte die Euphorie aus Europa und den USA noch nach Asien über, ebbte im Verlauf aber ab. In Übersee hatten der spektakuläre Börsengang des amerikanischen Autobauers GM, gute US-Konjunkturdaten und Hoffnungen auf eine baldige Lösung der irischen Schuldenkrise für gute Stimmung gesorgt. Die Börse in Tokio konnte trotz Gewinnmitnahmen ein leichtes Plus bis Handelsschluss verteidigen und schloss über der Marke von 10.000 Punkten auf einem Fünf-Monatshoch.
Doch an den chinesischen Börsen drehten die Aktienindizes ins Minus. Hier rechneten einige Marktteilnehmer noch in Kürze mit einer weiteren Zinserhöhung, mit der die Volksrepublik die Inflation in den Griff bekommen will. In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,1 Prozent höher bei 10.022 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index gewann ebenfalls 0,1 Prozent und ging bei 869 Punkten aus dem Handel. Auch die Börsen in Taiwan und Korea lagen im Plus. Die Aktienmärkte Hongkong und Shanghai gaben dagegen jeweils mehr als ein Prozent nach, und auch in Singapur ging es bergab.
Reuters/cat


