Börsen-Bericht

T-Aktie steigt zum Handelsbeginn um 16 Prozent

Der Ausstieg der Telekom aus dem US-Geschäft lässt die Aktie steigen und beschert dem Dax einen Gewinn von zwei Prozent.

Die Erleichterung der Anleger über Fortschritte Japans im Kampf gegen die Atom-Katastrophe hat dem Dax zur Eröffnung Auftrieb gegeben. Er stieg in den ersten Handelsminuten um 1,9 Prozent auf 6788 Punkte.

Größte Gewinnerin war dabei die Deutsche Telekom, deren Aktie sich um bis zu 16,3 Prozent auf 11,15 Euro verteuerte. Damit notierte sie auf dem höchsten Stand seit Januar 2009. Der Bonner Konzern will seine Problem-Tochter T-Mobile USA für 39 Milliarden Dollar an AT&T abgeben. Analysten äußerten sich positiv über den Deal, einige stuften die T-Aktie hoch. Die auf dem Frankfurter Parkett gelisteten Papiere des US-Telekom-Konzerns AT&T legten 1,3 Prozent zu.

Zu den Favoriten gehörten außerdem MAN, die um 2,1 Prozent auf 82,80 Euro stiegen. Der Nutzfahrzeug-Hersteller und Anlagenbauer hatte einen optimistischen Ausblick vorgelegt und eine kräftige Anhebung der Dividende in Aussicht gestellt.

Der Euro hat sich klar über der Marke von 1,41 Dollar gehalten. Im frühen Handel kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,4166 Dollar. Ein Dollar war damit 0,7057 Euro wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitag auf 1,4130 (Donnerstag: 1,4004) Dollar festgesetzt.

Ende der Woche hatten gemeinsame Eingriffe der G7-Verantwortlichen die Finanzmärkte beruhigt. Der japanische Yen soll durch Interventionen von einer zu starken Aufwertung abgehalten werden, die die schwer getroffene japanische Wirtschaft zusätzlich belasten würde. Die Börse in Tokio bleibt an diesem Montag wegen eines Feiertages geschlossen.

Buffett setzt auf japanische Aktien

Der US-Börsenmogul Warren Buffett hält japanische Aktien trotz der verheerenden Naturkatastrophe für eine gute Anlage. Das Erdbeben in der drittgrößten Volkswirtschaft sei ein „gewaltiger Schlag“ gewesen, stelle aber gleichzeitig eine Kaufgelegenheit dar, sagte der Starinvestor am Montag am Rande eines Besuchs in Südkorea. Der Nikkei-Index in Tokio hatte in der vergangenen Woche kräftig nachgegeben, nachdem Japan von dem stärksten Erdbeben in der Geschichte des Landes, einem darauffolgenden Tsunami und einer Atom-Katastrophe getroffen war. Noch immer kämpfen die Japaner gegen einen Super-GAU im Atomkraftwerk Fukushima.