Am letzten verkürzten Handelstag des Jahres machte es der Dax noch einmal spannend. Schafft es der deutsche Leitindex zum Jahresabschluss über die 7000-Punkte-Marke? Noch vor Weihnachten sah es nach einem Jahresend-Schlussspurt in Richtung 7100 Punkte aus. Am Donnerstag aber fiel das Börsenbarometer bis zum Handelsschluss um 1,2 Prozent auf 6914 Punkte. Aufs Jahr gesehen verbuchte der Dax jedoch ein Plus von 16,1 Prozent und übertraf damit klar die Erwartungen der Analysten.

Auch die Bilanz der anderen deutschen Indizes kann sich sehen lassen. Der MDax kletterte in den vergangenen zwölf Monaten um über 34 Prozent, der SDax sogar über 45 Prozent. Nur der TecDax blieb bei einem einstelligen Jahreszuwachs von vier Prozent.

Die Schuldenkrise in den Peripherie-Ländern der Euro-Zone bescherten dem Euro in diesem Jahr eine Einbuße von fast zwölf US-Cent. Am letzten Handelstag des Jahres präsentierte sich die Gemeinschaftswährung mit 1,3298 Dollar aber robust. Am Anleihenmarkt verlieh die rege Nachfrage nach US-Bonds mit siebenjähriger Laufzeit auch dem Bund-Future einen kräftigen Schub. Der Kontrakt stieg um 51 Ticks auf 125,29 Zähler. Die dem Kontrakt zugrunde liegende zehnjährige Bundesanleihe rentierte mit 2,976 Prozent.

Einzelwerte standen am Donnerstag nicht im Rampenlicht. Das Volumen war so extrem ausgedünnt, dass die Bewegungen meist zufallsbedingt waren. Die kurze Gewinnerliste führten die Vorzüge von Fresenius mit einem Plus von 0,3 Prozent an, gefolgt von Henkel Vorzügen mit plus 0,2 Prozent und BMW mit ebenfalls 0,2 Prozent.

Dax-Schlusslicht im Tagesgeschäft waren die Papiere von BASF, die sich um 2,7 Prozent ermäßigten. Siemens folgten mit einem Abschlag von 2,2 Prozent. Volkswagen Vorzüge büßten um zwei Prozent ein. Aufs Jahr gesehen übernahm die Aktie mit einem satten Aufschlag von 85,8 Prozent aber die Spitzenposition im Dax, gefolgt von den Papieren von BMW mit einem Jahresplus von 85,1 Prozent.

Lufthansa ermäßigten sich um 1,9 Prozent. Der Blizzard an der Ostküste der USA führt auch bei der größten deutschen Fluggesellschaft zu Flugausfällen. Um 2,2 Prozent abwärts ging es auch für Siemens. Das Unternehmen will nächstes Jahr mit dem Aufbau der Produktion in Brasilien, Indien und Russland beginnen. Dafür seien Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe vorgesehen. Mit einem Abschlag von 0,5 Prozent zählten K+S noch zu den stärkeren Dax-Werten. Händler verwiesen neben dem andauernden Winterwetter auf Gewinne der US-Konkurrenten Potash und Mosaic.

wej./Reuters/dma