Fahrgäste müssen sich weiterhin in Geduld üben: Ein konkretes Datum für die Inbetriebnahme des Bahnprojekts Stuttgart 21 steht noch immer nicht fest. Die Deutsche Bahn will bis spätestens Mitte 2026 ein neues Konzept für den Start des Projekts vorlegen. Das kündigte Bahnchefin Evelyn Palla nach Gesprächen mit den Projektpartnern in Stuttgart an. Zuvor solle das Vorhaben gründlich überprüft werden, um vorschnelle Entscheidungen zu vermeiden.
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Stuttgart 21 verzögert sich weiter wegen Digitalisierungsproblemen
Mit einer Eröffnung vor Ende 2027 rechnet Palla nach eigenen Worten kaum. Zwar sei grundsätzlich noch kein Termin ausgeschlossen, realistisch erscheine ein früherer Start jedoch nicht. Bereits im November war bekannt geworden, dass auch die geplante Teilinbetriebnahme Ende 2026 nicht umgesetzt werden kann. Ein neues Datum wurde bislang nicht genannt. Als Hauptgrund für die erneute Verzögerung nannte die Bahn Schwierigkeiten bei der Digitalisierung des Stuttgarter Bahnknotens.

Donnerstag
Wirtschaft in Berlin
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Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) begrüßte die Ankündigung der Bahn, künftig stärker auf Transparenz und Verlässlichkeit zu setzen. Gleichzeitig mahnte er an, dass die Deutsche Bahn nun nachvollziehbar erklären müsse, wie es mit dem Projekt weitergehe. Andernfalls drohe ein weiterer Vertrauensverlust.
15 Jahre Baustelle: Bahn verschiebt Inbetriebnahme erneut
Noch im Sommer hatte die Bahn erklärt, Stuttgart 21 ab Dezember 2026 zumindest teilweise in Betrieb nehmen zu wollen. Vorgesehen war, dass der Fernverkehr und Teile des Regionalverkehrs in den neuen Tiefbahnhof verlegt werden, während ein Teil der Regionalzüge bis Mitte 2027 weiterhin im bisherigen Kopfbahnhof enden sollte.
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An dem Großprojekt wird bereits seit 2010 gebaut. Der Starttermin wurde mehrfach verschoben. Ursprünglich war bei Unterzeichnung der Finanzierungsvereinbarung im Jahr 2009 eine Inbetriebnahme für das Jahr 2019 vorgesehen.
lcz/dpa






