Die Deutschen und das Auto – das ist seit 1886, als Carl Benz das moderne Automobil erfand, eine verlässliche Partnerschaft. Wohl kaum ein anderes Gefährt dürfte die Deutschen so geprägt haben: Porsche, Mercedes & Co., die die besten Autos bauen und in alle Welt verkaufen, Schumi, der jubelnd auf dem Formel-1-Treppchen steht, der süßlich-angenehme Geruch von Benzin beim Tanken. Hach, Auto! Du Legende der deutschen Ingenieurskunst!

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Und auch, wenn es die deutsche Verkehrs- und Infrastrukturpolitik in den vergangenen Jahren höchst selten unterließ, Autofahrern Steine aus dem Weg zu räumen, ist die Liebe zum Auto nicht abgeebbt, wie neue Zahlen zeigen: Fast 600 Milliarden Kilometer legten die Deutschen im vergangenen Jahr mit einem zugelassene Pkw zurück. Das sind drei Milliarden mehr als ein Jahr zuvor und der erste Anstieg seit 2018.

Auto: Selber Autofahren – das machte schon in der Jugend glücklich

Nun lässt sich pfleglich unken: Klar, bei der Performance der Deutschen Bahn muss man zwangsläufig mehr Auto fahren. Das aber wäre zu einfach. Gegen Bahn fahren oder auch den ÖPNV spricht nichts. Aber wer wirklich selbstbestimmt unterwegs sein will, kann das nicht ohne das Auto tun. Kein Ärger mit anderen Fahrgästen, dort ankommen, wo man hinwill und ohne Umstieg, oder auch schnell woanders hin, wenn es sein muss – diese Freiheiten bietet nur das Auto.

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Dominik Bath ist Redakteur für Politik & Wirtschaft in der FUNKE Zentralredaktion.© FUNKE Foto Services | Jörg Krauthöfer

Das war schon in der Jugend so. Mit 17 endlich kurz vor dem eigenen Führerschein zu stehen, bedeutete Unabhängigkeit. Fahrradfahren hin oder her. Das Auto stand da auch für die Emanzipation von der Familie: Endlich raus aus der Stadt mit der eigenen Karre oder auch rein in die Stadt, wenn man auf dem Land aufgewachsen ist. Selber Autofahren – das macht glücklich, nach wie vor. Und dank E-Auto können wir uns diese individuelle Mobilität sogar klimaneutral erhalten.