Laut einem Bericht des „Handelsblatts“ ist es in der letzten Woche in der Tesla-Fabrik in Grünheide (Brandenburg) zu einem Tumult gekommen. Sicherheitskräfte sollen bei der Betriebsversammlung einen Mann von der Gewerkschaft aus der Halle geführt haben. Zuvor sollen mehrere Männer bei einer Rede von Werksleiter André Thierig durcheinandergeschrien haben („Was soll das hier?“, „Ey, beruhigt euch!“). Dieser soll von einem „kleinen Sicherheitsvorfall“ gesprochen haben.

Donnerstag
Wirtschaft in Berlin
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Hintergrund des Vorfalls soll der schwelende Streit zwischen der IG Metall und dem Management des US-Elektroautobauers sein. Offensichtlich ist die Belegschaft tief gespalten.
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So verfüge die IG Metall zwar über die stärkste Fraktion im Betriebsrat, dürfe bei den Betriebsversammlungen aber nicht aufs Podium, da sie keine Mehrheit habe. Die Gewerkschafter sollen am Donnerstag auf andere Art und Weise versucht haben, sich zu äußern: mit Transparenten. Auf denen soll beispielsweise gestanden haben: „Personalmangel, starke körperliche und psychische Belastungen, Druck durch hohe Zielzahlen und aggressives Vorgehen einiger Führungskräfte.“
Zuvor hatte die IG Metall der Geschäftsführung bereits vorgeworfen, die Belegschaft einzuschüchtern. Konkret sei es da um die Anerkennung von Krankschreibungen gegangen, erklärte ein Sprecher der IG Metall.
Tesla: Mitarbeiter mit Arbeitsbedingungen offensichtlich unzufrieden
Ein anderes Transparent vom Donnerstag soll das Ergebnis einer Petition zur Arbeitsüberlastung veröffentlicht haben. Demnach verlangen 3000 Mitarbeiter zusätzliche – bezahlte – Pausen. Weitere Wünsche: mehr Respekt des Managements und mehr Arbeitskräfte in den Teams.
Ungeachtet der Turbulenzen hatte sich Tesla trotz des Absatzrückgangs in Deutschland zuversichtlich für das Werk in Grünheide gezeigt. „Wir haben die Produktion in den letzten Jahren kontinuierlich gesteigert und beliefern inzwischen 37 Märkte in- und außerhalb Europas direkt aus der Gigafactory“, sagte Thierig der dpa am letzten Freitag (21. März 2025).
Das Werk in Grünheide sei die modernste Autofabrik Europas, dort seien mehr als 11.000 Arbeitsplätze geschaffen worden. Am Samstag (22. März) vor drei Jahren wurde die Gigafactory Berlin-Brandenburg offiziell eröffnet.
dw/dpa





