Es herrscht Krisenstimmung in der deutschen Automobilbranche. Die renommierten Hersteller können ihre großen Erfolge der Jahre 2021 bis 2023 nicht wiederholen. BMW meldet einen Gewinnrückgang von 36,9 Prozent für das vergangene Geschäftsjahr, auch bei der Konkurrenz sieht es nicht besser aus. Der Gewinn von VW ging um 30,6 Prozent zurück, der von Mercedes um gut 28 Prozent, beim Sportwagenhersteller Porsche waren es 30,3 Prozent. Der Geschäftsbericht von Audi liegt noch nicht vor, die Ingolstädter meldeten für das dritte Quartal 2024 aber einen Gewinneinbruch von 91 Prozent.

Donnerstag
Wirtschaft in Berlin
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Besonders belastet sind die Hersteller durch die gesunkene Nachfrage in China. Die wirtschaftliche Entwicklung bedroht auch Arbeitsplätze. Viele Marken und Zulieferer planen, in absehbarer Zukunft Stellen zu streichen. VW kündigte im Nachgang der zähen Tarifverhandlungen bereits Ende des vergangenen Jahres an, mehr als 35.000 Arbeitsplätze bis 2030 abzubauen.
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Doch während die Zahlen für die Firmen und ihre Aktionäre schlechte Nachrichten sind, können sie für Kunden großes Sparpotenzial bedeuten, wie der Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer dieser Redaktion sagte. „Der Auto-Markt ist derzeit eher schwach. Und wenn der Markt schwach ist, versucht man seine Fabriken auszulasten und das kann man nur machen, wenn man mehr verkauft. Deshalb sind eher Preissenkungen angesagt statt Preiserhöhungen“, erklärt der Leiter des Car-Instituts der Universität Duisburg-Essen.
Die Autobauer würden die Preise zwar erhöhen, aber auch stärkere Rabatte anbieten. Wie stark, das unterscheidet sich nach Ansicht von Dudenhöfer von Marke zu Marke: „Mercedes hat ein System, bei dem Preise täglich variieren können, bei BMW und Audi sind große Rabatte möglich“. Porsche, traditionell eher als Luxusmarke bekannt, sei da zurückhaltender, bei bestimmten Fahrzeugen – etwa dem Macan in der Elektroversion – könne man aber auch hier sparen.
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Solange sollten Sie noch mit dem Kauf eines Elektroautos warten
Dabei kann es sich lohnen, sich bei der Anschaffung eines Neuwagens noch etwas in Geduld zu üben. „Wenn Sie sich ein Elektroauto oder einen Plug-in-Hybrid kaufen wollen, sollten Sie noch drei bis vier Monate warten“, rät der Experte. Für Kunden könne sich die Situation in der Zwischenzeit noch verbessern, weil die Preise weiter sinken. Auch politisch kann sich etwas tun, möglicherweise führt die kommende Bundesregierung eine Elektro-Prämie ein. Im Sondierungspapier von SPD, CDU und CSU heißt es dazu: „Gleichzeitig wollen wir die E-Mobilität durch einen Kaufanreiz fördern.“
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Auch der Blick auf E-Autos aus dem Ausland kann den Geldbeutel schonen. „Chinesische Hersteller bieten meist noch günstigere Elektroautos an“, berichtet Dudenhöffer. Allerdings warnt der Experte hier von einem deutlich stärkeren Wertverlust, im Vergleich zu deutschen Herstellern. Das liegt am deutlich geringeren Marktanteil. Selbst der bekannte Hersteller BYD verkaufte hierzulande 2024 weniger als 3000 Elektroautos, das entspricht einem Marktanteil von nur 0,1 Prozent.
Und wie sieht es bei Verbrennern aus? „Wenn Sie einen Verbrenner kaufen wollen, können Sie auch noch etwas warten, werden dadurch aber nicht allzu viel sparen, da sind die Rabatte jetzt schon recht hoch,“ sagt Dudenhöffer.







