Flughafen Berlin

Michael Müller will Flughafen Tegel nicht länger offenhalten

Der Regierende Bürgermeister ist gegen eine länger Nutzung von Tegel. Er beruft sich auf den Beschluss.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) spricht sich gegen eine verlängerte Nutzung des Flughafen Tegels aus

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) spricht sich gegen eine verlängerte Nutzung des Flughafen Tegels aus

Foto: Jörg Carstensen / dpa

Der Berliner Regierungschef Michael Müller (SPD) hat sich gegen eine verlängerte Nutzung des Flughafen Tegels ausgesprochen. Der Planfeststellungsbeschluss für den Bau des Hauptstadtflughafens (BER) beinhalte die Schließung Tegels „spätestens sechs Monate nach dessen Inbetriebnahme“, antwortete Müller auf eine parlamentarische Anfrage aus der CDU-Fraktion. „Dieser Beschluss ist rechtlich bindend“, ergänzte er in der am Mittwoch veröffentlichten Stellungnahme.

Hintergrund ist die steigende Passagierzahl an den Berliner Flughäfen. Müller stellte fest, auch ökonomisch sei nicht der Weiterbetrieb des Flughafens Tegel, sondern die Inbetriebnahme und der Ausbau des neuen Flughafens „die überzeugende Perspektive für den Luftverkehr in Berlin-Brandenburg“.

Schönefeld soll Ende 2017 eröffnet werden

Der Hauptstadtflughafen in Schönefeld soll mit sechs Jahren Verspätung in der zweiten Hälfte 2017 eröffnet werden. Nach Angaben Müllers sind auch in den Versammlungen der Flughafengesellschafter Berlin, Brandenburg und Bund Überlegungen, Tegel länger zu nutzen, „bislang nicht geäußert worden“.

>>>Diskutieren Sie mit zum Thema bei Facebook

Damit der überlastete Flughafen Tegel durchhält, investieren die Betreiber dort in diesem Jahr 19 Millionen Euro. In Tegel wurden von Januar bis Juli bereits fast 12 Millionen Fluggäste gezählt, dazu kamen 4,5 Millionen in Schönefeld. Der neue Airport BER ist für eine Kapazität von maximal 27 Millionen Fluggästen ausgelegt.