Die Wirtschaft in der Region Berlin-Brandenburg rechnet mit einem Wachstumsschub in diesem Jahr. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Industrie- und Handelskammern (IHK) Berlin, Potsdam, Cottbus und Ostbrandenburg zu Jahresanfang. Demnach lag der Konjunkturklimaindex für die Region auf dem Rekordwert von 129, das waren 11 Punkte mehr als vor einem Jahr. Der bisherige Höchststand 128 wurde im Jahr 2007 erreicht.
Der Index spiegelt die aktuelle und erwartete Geschäftslage wider. Dabei ist 100 der neutrale Wert. Liegt die Kennziffer darüber, ist die Einschätzung der Unternehmen insgesamt positiv. Fällt der Index unter 100, ist sie negativ.
Berliner Unternehmen optimistischer als Brandenburger
Fast jedes dritte Unternehmen aus der Region (30 Prozent) erwartet 2014 ein besseres Geschäft. „Eher ungünstiger“ beurteilten 12 Prozent ihre Geschäftsaussichten. Die Mehrheit der 1531 befragten Firmen (58 Prozent) gehen von gleichbleibenden Umsätzen aus. Begründet werde der Optimismus mit dem anhaltend hohen Binnenkonsum, sagte der Hauptgeschäftsführer der IHK Cottbus, Wolfgang Krüger.
Von der allmählichen Erholung der Weltwirtschaft und der Eurozone profitierten auch die Exporteure. „Bedenklich ist aber, dass 45 Prozent der befragten Industrieunternehmen gar nicht im Exportgeschäft aktiv sind. Vor allem Brandenburg hat hier großen Aufholbedarf“, fügte Krüger hinzu. Bei der Geschäftserwartung zeigt sich eine Diskrepanz zwischen Berliner und Brandenburger Unternehmen: Mehr Geschäft in diesem Jahr sehen 43 Prozent der Berliner Firmen voraus, aber nur 24 Prozent der Brandenburger Betriebe.
dpa/ap




