Der Verkauf des insolventen Grand Hotels Heiligendamm an der Ostseeküste in Mecklenburg-Vorpommern an eine Berliner Investorengruppe ist geplatzt. Der vertraglich vereinbarte Kaufpreis war bis zur letzten Frist am Montag 24.00 Uhr nicht überwiesen worden.
Dem Sender NDR 1 Radio MV sagte Insolvenzverwalter Jörg Zumbaum am Dienstagabend, er sei vom Verkauf des Hotels an die Resort Heiligendamm GmbH & Co KG, eine gemeinsame Gründung der Berliner Beratungs- und Immobilienfirma Palladio AG und der Investitionsgesellschaft De & De Holding GmbH, endgültig zurückgetreten. Damit verliere der Käufer alle Rechte an dem Hotel.
Zumbaum wollte noch am Dienstagabend Verhandlungen mit Investoren beginnen und deren Ergebnisse am Donnerstag in einer Pressekonferenz präsentieren.
Einer der Interessenten ist der Aufsichtsratschef des Hallenser Schokoladenproduzenten Halloren, Paul Morzynski. Es sagte jüngst der Zeitschrift „Super Illu“: „Wir wollen mit der Immobilie nicht spekulieren, vielmehr soll das Hotel sensibel um- und ausgebaut und gegebenenfalls der Wellnessbereich erweitert werden.“
Morzynski hat bereits Erfahrung in der Hotelbranche, er ist an dem Kühlungsborner Hotel Upstalsboom beteiligt. Seit kurzem ist beim Amtsgericht Hannover eine Firma „Grand Resort Heiligendamm GmbH & Co KG“ eingetragen, mit der gleichen Adresse wie Morzynskis Gruppe in der niedersächsischen Landeshauptstadt.
Die Grand Hotel Heiligendamm GmbH & Co. KG von Investor Anno August Jagdfeld hatte vor gut einem Jahr wegen unzureichender Auslastung Insolvenz anmelden müssen. Seit dem 1. Mai 2012 steht das Hotel unter der Verwaltung Zumbaums und ist den Angaben zufolge derzeit gut gebucht. Heiligendamm ist das älteste Ostsee-Heilbad Deutschlands. Das Grand Hotel wurde als Konferenzort des G8-Gipfels im Jahr 2007 weltweit bekannt.
BM





