Klage

Air Berlin fordert Schadenersatz von Fluglotsen

Die Gewerkschaft der Flugsicherung soll einem Bericht zufolge Schadensersatz in Millionenhöhe für den Streik im Februar 2012 zahlen.

Foto: DAPD

Neue Millionenklage gegen die Fluglotsen-Gewerkschaft GdF: Air Berlin, Lufthansa und Fraport wollen von der GdF Schadenersatz für den Streik der Vorfeldmitarbeiter im Februar. Die Klage sei in der vergangenen Woche eingereicht worden, sagte ein Lufthansa-Sprecher. Zur Höhe der Schadenersatzforderung wollte er sich nicht äußern. Diese liegt einem Bericht des „Spiegel“ zufolge bei zehn Millionen Euro.

An der Klage vor dem Arbeitsgericht Frankfurt beteiligten sich Condor und die Deutsche Flugsicherung. Erst am Donnerstag hatte das Frankfurter Arbeitsgericht eine Klage von Lufthansa, Air Berlin sowie Ryanair abgeschmettert: Die Fluglotsen-Gewerkschaft muss keinen millionenschweren Schadenersatz wegen des Aufrufs zum Streik zahlen. Die Aufrufe im August 2011 hätten sich nicht gegen die Fluglinien gerichtet, sondern gegen den Arbeitgeber der Lotsen, die Flugsicherung, begründete Arbeitsrichterin Natascha Ahmad das Urteil. Die Streiks hätten den gesamten Flugverkehr in Deutschland lahmgelegt – dazu kam es aber nicht. Beide Streiks wurden in letzter Minute abgeblasen. Der Anwalt der Fluggesellschaften kündigte an, nach einer Prüfung des Urteils aller Wahrscheinlichkeit nach in Berufung zu gehen.