Insolvente Drogeriekette

Schlecker schließt auch acht Logistikzentren

Mehr als 2000 Filialen schließt Schlecker zum 24. März in Deutschland. Damit werden auch weniger Lager benötigt. Künftig soll es deshalb nur noch fünf statt bisher 13 Logistikzentren geben. Betroffen ist auch Brandenburg.

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Die insolvente Drogeriekette Schlecker will acht Logistikzentren schließen. Die Standorte mit rund 840 Mitarbeitern in mehreren Bundesländern sollen bis 1. August 2012 dicht gemacht werden, wie das Unternehmen am Donnerstag in Ehingen mitteilte. Künftig werden die Märkte den Angaben zufolge nur noch von einem Zentrallager in Ehingen und vier Regionallagern aus versorgt. Damit passe Schlecker seine Logistik an die neue Filialstruktur an.

Betroffen ist auch ein Lagerstandort in Brandenburg. In Luckau (Dahme-Spreewald) sollen nach Angaben des Unternehmens vom Donnerstag die Tore für immer schließen. Ein weiteres Schleckerlager in Pritzwalker Ortsteil Falkenhagen (Prignitz) soll hingegen erhalten bleiben. Insgesamt soll es künftig nur noch fünf statt bisher 13 Lagerstandorte geben. Wie viele Jobs wegfallen, ist derzeit noch nicht bekannt.

Die Beschäftigten seien am Mittwoch informiert worden. „Wir werden für die betroffenen Mitarbeiter einen Vorschlag erarbeiten, der den Stellenabbau so sozialverträglich wie möglich macht“, sagte Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz. Er sprach von einem „harten Schritt“, den sich das Unternehmen „nicht leicht gemacht“ habe. Wegen der geplanten Schließung von rund 2000 Filialen sei es aber unumgänglich, auch die Logistikstrukturen anzupassen. Etwa 12.000 Mitarbeitern droht wegen der Filialschließungen die Kündigung.

Dem Unternehmen zufolge werden außer Luckau auch die Logistikzentren in Schwarmstedt bei Hannover und in Grevenbroich bei Neuss in Nordrhein-Westfalen geschlossen. Betroffen seien auch die Standorte im thüringischen Berka/Werra (Wartburgkreis), in Kürnach bei Würzburg sowie in Alzey südlich von Mainz. Aufgeben will Schlecker zudem seine Warenlager im baden-württembergischen Empfingen (Landkreis Freudenstadt) sowie in Nittendorf bei Regensburg.

Nicht betroffen von den Schließungen ist den Angaben nach das Zentrallager am Sitz im schwäbischen Ehingen. Erhalten bleiben auch die Zentren im hessischen Pohlheim bei Gießen, in Falkenhagen bei Frankfurt (Oder), in Melle bei Osnabrück und im thüringischen Schleiz (Saale-Orla-Kreis).

Diese Berliner Schlecker-Filialen werden geschlossen

Zur Karte: Bei insgesamt 27 Filialen geht aus den Angaben von Schlecker bislang nicht klar hervor, welches von mehreren Geschäften in den jeweils angegebenen Straßen geschlossen wird. Diese Filialen sind in der Karte zunächst nicht als geschlossen gekennzeichnet.