Insolvenzantrag

Auch Schlecker-Tochter IhrPlatz ist pleite

Noch am Montag hatte es geheißen, dass keine der Schlecker-Töchter von der Pleite betroffen sei. Doch nun hat die Tochterkette IhrPlatz einen Insolvenzantrag gestellt. Sie soll zusammen mit Schlecker selbst saniert werden.

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Auch die Schlecker-Tochter IhrPlatz ist pleite. Das Unternehmen habe am Donnerstag beim Amtsgericht Ulm den Antrag auf Einleitung eines Insolvenzverfahrens eingereicht, teilte Schlecker-Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz mit. Das Unternehmen solle im Rahmen einer „ganzheitlichen Konzernlösung restrukturiert“ werden. Der Geschäftsbetrieb läuft demnach weiter. Noch am Montag hatte Schlecker mitgeteilt, die IhrPlatz-Filialen seien von der Insolvenz nicht betroffen.

IhrPlatz befinde sich „in einem starken Abhängigkeitsverhältnis“ zu Schlecker, erklärte Geiwitz. So könne nun eine „gemeinsame Lösung“ für den Konzern gefunden werden. Ziel sei der Erhalt des Unternehmens und eines „großen Teils des Filialnetzes“, bekräftigte der am Montag eingesetzte Insolvenzverwalter.

Schlecker soll als Ganzes erhalten bleiben

Schlecker hatte am Freitag seine Insolvenz bekanntgegeben und am Montag den Insolvenzantrag offiziell beim Amtsgericht Ulm eingereicht. Die Besitzerfamilie Schlecker will das Unternehmen als Ganzes erhalten.

Noch am Montag hatte es geheißen, dass die erst 2007 übernommene Kette IhrPlatz und die Schlecker-Töchter im Ausland nicht von der Insolvenz betroffen seien.

Schlecker will mit einem Insolvenzantrag einen Großteil der gut 7000 verbliebenen Filialen mit rund 30.000 Arbeitsplätzen retten. Am Mittwoch hatte sich das Unternehmen mit dem Einkaufsverbund Markant, einem der wichtigen Gläubiger, darauf geeinigt, die Kooperation fortzusetzen. Damit sind Warenbestellungen, Lieferungen und Abrechnungen für die Märkte in Deutschland gesichert. Für die Auslandsfilialen stellte Schlecker für diesen Donnerstag eine Einigung in Aussicht.