Andrew Jennings

Karstadt-Chef hofft auf starkes Weihnachtsgeschäft

Der Chef der Warenhauskette Karstadt rechnet mit einem verbesserten Weihnachtsgeschäft. Nur ein Schneechaos könne guten Umsatz verhindern.

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Der Chef der Warenhauskette Karstadt , Andrew Jennings, erwartet in gerade angelaufenen Weihnachtsgeschäft deutlich bessere Zahlen als noch vor einem Jahr: „Wir haben dem Ziel eines guten Weihnachtsgeschäftes alles andere untergeordnet. Wenn nicht mehrere Meter dick der Schnee fällt, rechnen wir mit einer spürbaren Verbesserung gegenüber dem Vorjahr“, sagte Jennings der „Morgenpost Online“.

Er gab sich optimistisch, dass die Stabilisierung des erst vor einem Jahr aus der Insolvenz gekommenen Unternehmens gelingt: „Wir sind im Plan. Der komplette Umbau des Unternehmens wird vier bis fünf Jahre dauern“, sagte Jennings, ohne Zahlen zu nennen.

Die 120 Karstadt-Warenhäuser würden deutlich attraktiver und übersichtlicher: „Wir werden je nach Bereich auf 20 bis 25 Prozent der Artikel verzichten und im Gegenzug mehr als 25 neue internationale Marken exklusiv in Deutschland anbieten. Und wir werden unsere ‚Private Labels’ zu echten Marken entwickeln“, so Jennings.

Innerhalb von fünf Jahren werde das Unternehmen 400 Millionen Euro in seine Häuser investieren. 22 seien bereits renoviert. Von Eigentümer Nicolas Berggruen komme das Geld dafür allerdings nicht: „Modernisierungen finanzieren wir aus dem Cash Flow. Und der bleibt trotz dieser Investitionen positiv“, sagte der Karstadt-Chef.

Unternehmen plant Millionen-Investition

Auch zusätzliche Lohnkosten in Höhe von rund 50 Millionen Euro, die das Unternehmen nach dem Auslaufen des Sanierungstarifvertrages in einem Jahr zahlen muss, seien kein Problem: „Keine Sorge, das ist alles in unseren Plänen berücksichtigt. Das wird funktionieren“, versprach Jennings.

Zu dem vor wenigen Tagen bekannt gewordenen Kaufangebot von Karstadt-Eigentümer Berggruen für die Konkurrenzkette Kaufhof äußerte sich Jennings zurück haltend: „Herr Berggruen ist ein internationaler Investor mit vielen Projekten rund um die Welt. Wir sind Teil seiner Organisation und können das nicht kommentieren. Berggruen ist sehr langfristig interessiert. Der steigt nicht heute ein und morgen wieder aus.“

Das komplette Interview lesen Sie in der aktuellen Morgenpost Online.