Arbeitsmarkt

Zahl erwerbstätiger Deutscher auf 21-Jahres-Hoch

Zwischen April und Juni haben rund 41 Millionen Menschen einen Job in Deutschland gehabt – so viele wie noch nie seit der Wiedervereinigung.

Die Zahl der Erwerbstätigen hat in diesem Jahr den höchsten Stand in einem zweiten Quartal seit der Wiedervereinigung erreicht. Zwischen April und Juni hätten rund 41 Millionen Menschen und damit 1,4 Prozent mehr als noch 2010 ihren Arbeitsort in Deutschland gehabt, teilte das Statistische Bundesamt auf Basis vorläufiger Berechnungen mit.

Gegenüber dem ersten Quartal sei die Zahl saisonal bedingt um 1,1 Prozent gestiegen. Um jahreszeitliche Schwankungen bereinigt habe das Plus noch 0,4 Prozent betragen.

Den größten absoluten Zuwachs hätten die Dienstleistungsbereiche verzeichnet, die im Vergleich zum Vorjahr 388.000 Menschen mehr beschäftigten. Die Zahl der Arbeitslosen war im Juli aus jahreszeitlichen Gründen auf 2,939 Millionen gestiegen. Dies waren 46.000 mehr als im Juni , aber 247.000 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote war von 6,9 auf 7,0 Prozent.

Die Zunahme geht vor allem darauf zurück, dass sich viele Jugendliche nach Abschluss der Schul- und Berufsausbildung vorübergehend arbeitslos meldeten. Darüber hinaus wird die Arbeitslosigkeit im Juli durch quartalsbedingte Kündigungen beeinflusst. Zudem schieben Unternehmen in vielen Branchen Neueinstellungen bis nach den Ferien auf.