Kaiserdamm

Erster Spatenstich für neue Berliner BMW-Zentrale

Feierlicher erster Spatenstich: 2014 will der bayerische Autobauer am Kaiserdamm eine neue Hauptstadtrepräsentanz eröffnen. Das freut nicht nur den Regierenden Bürgermeister der Hauptstadt Klaus Wowereit.

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Britisches Wetter hatte Ian Robertson mit nach Berlin gebracht. Der Waliser ist Mitglied des Vorstandes von BMW und reiste gestern eigens zum Spatenstich für die neue BMW-Niederlassung in Charlottenburg/Wilmersdorf an. Trotz Regen und Kälte kamen zahlreiche Mitarbeiter, um den Ort zu sehen, an dem sie in Zukunft arbeiten werden. Zu den geladenen Gästen gehörte Bürgermeister Klaus Wowereit, der zusammen mit Robertson, dem Deutschland-Vertriebsleiter Karsten Engel und dem Berlin-Niederlassungsleiter Hans-Reiner Schröder den ersten Spatenstich machte.

Robertson betonte, wie wichtig Berlin als Standort sei. „Die Niederlassung wird Standards setzen. Außerdem ist sie eine Investition in die Zukunft“, sagte er. In dem neuen Gebäude am Kaiserdamm werden unter anderem die Elektro- und Hybrid-Modelle von BMW an den Kunden gebracht, die sogenannte i-Reihe. Zudem konzipierte der Architekt Peter Lanz das Autohaus als CO*-neutrales Gebäude. „Wir haben Verantwortung und wollen die Zukunft erhalten“, sagte Robertson.

Vertriebsleiter Karsten Engel ergänzte, auf dem deutschen Heimatmarkt mache BMW immer noch den stärksten Absatz – und das werde auch so bleiben. „Berlin ist die wichtigste Niederlassung in Deutschland“, sagte er. Bürgermeister Klaus Wowereit freute sich über den Baubeginn. Als einer der größten industriellen Arbeitgeber mit 2300 Angestellten allein in Berlin sei BMW sehr wichtig für die Stadt. Außerdem sei das Gebäude ein Aushängeschild für das Unternehmen und Berlin.

Das neue Haus am Kaiserdamm, Ecke Messedamm, soll im Frühjahr des Jahres 2014 eröffnet werden. BMW investiert etwa 65 Millionen Euro in den Bau. Die Ausstellungsfläche wird im Vergleich zur alten Hauptniederlassung in Tiergarten verdoppelt. Darauf werden 55 Wagen von BMW und Mini zu sehen sein und außerdem Motorräder ausgestellt werden. Auch 200 gebrauchte Fahrzeuge werden auf überdachter Fläche ausgestellt. Die Grundfläche des Gebäudes selbst wird 45000 Quadratmeter groß – größer als sechs Fußballfelder. Außerdem wird eine Werkstatt eingerichtet, sodass Verkauf und Service unter einem Dach stattfinden.

Das Grundstück am Kaiserdamm hatte der Autobauer bereits im Jahr 2007 gekauft. Doch die Finanzkrise verzögerte den Baubeginn zunächst. Inzwischen geht es dem Konzern wieder blendend. Zuletzt verzeichnete das Unternehmen den besten August der Firmengeschichte: Die Auslieferungen stiegen um über sieben Prozent. In den ersten acht Monaten dieses Jahres verkaufte der Hersteller bereits über eine Million Fahrzeuge.