Die Bauunternehmen der Hauptstadt fürchten einen Jobverlust, wenn von Mai 2011 an die volle Arbeitnehmerfreizügigkeit innerhalb der EU gilt. Diese besagt unter anderem, dass Firmen aus allen EU-Ländern in Deutschland Aufträge annehmen dürfen. Ihre Mitarbeiter entlohnen sie aber nach heimischem Tarif.

"Wenn die Freizügigkeit kommt und nichts vom Gesetzgeber getan wird, dürfte sich die Zahl der Arbeitsplätze um zehn Prozent verringern", sagte Wolf Burkhard Wenkel, Hauptgeschäftsführer der Fachgemeinschaft Bau, Morgenpost Online. In Berlin wären somit rund 1100 Jobs auf dem Bau gefährdet, in Brandenburg fast 2000.

Nach Angaben der FG Bau sind derzeit in Berlin rund 11.000 Menschen im Baugewerbe beschäftigt, in Brandenburg 19.000. Wenkel plädiert für die Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns. Eine solche Lohnuntergrenze wird jedoch von der schwarz-gelben Bundesregierung abgelehnt.

BMO