Zwei US-Amerikaner erhalten in diesem Jahr den Nobelpreis für Ökonomie. Sie teilen sich das Preisgeld von umgerechnet knapp einer Million Euro. Preisträgerin ist Elinor Ostrom, die an der Indiana University in Bloomington lehrt. Zweiter Preisträger ist Oliver E. Williamson von der University of California in Berkeley.


Ostrom lehrt eigentlich Politikwissenschaft. Die 1933 geborene Forscherin hat sich vor allem in der Umweltökonomie einen Namen gemacht. Ihr Kollege, der 1932 geborene Williamson, ist Professor an der University of California in Berkeley.


Der Forschungsschwerpunkt des Wirtschafts- und Rechtswissenschaftlers liegt vor allem auf der Transaktionskosten-Ökonomie. Das Nobelpreis-Komitee begründete seine Entscheidung damit, dass die beiden Forscher gezeigt hätten, dass wirtschaftswissenschaftliche Analysen auch "die meisten Formen sozialer Organisation“ beleuchten könnten.


Der Nobelpreis für Ökonomie geht nicht wie die anderen Nobelpreise auf das Testament des Schweden Alfred Nobel zurück, sondern wurde erst 1968 gestiftet – von der Schwedischen Reichsbank 1968 zu ihrem 300-jährigen Bestehen.

Seitdem hat ihn in die Stockholmer Wissenschaftsakademie am häufigsten an US-Ökonomen vergeben. Nicht ein einziges Mal wurde zuvor eine Frau ausgezeichnet.

Im Jahr 2008 erhielt der US-Handelstheoretiker Paul Krugman den mit umgerechnet knapp einer Million Euro dotierten Preis. Krugman hat sich als scharfer Kritiker der Wirtschaftspolitik von Ex-Präsident George W. Bush profiliert.


Letzter deutscher Preisträger war 1994 der Bonner Spieltheoretiker Reinhard Selten. Alle Nobelpreise werden traditionsgemäß am 10. Dezember, dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel (1833-1896) überreicht.

AP/dpa/oht