Wikileaks

Chinas Staatsführung soll hinter Google-Hack stehen

Pikantes Wikileaks-Detail: Laut einem Agentenbericht soll die chinesische Staatsführung für den Angriff auf Google vor einem Jahr verantwortlich sein.

Die bei Wikileaks veröffentlichten Geheimpapiere aus der US-Diplomatie werfen auch ein neues Licht auf den Hacker-Angriff auf Google im Dezember 2009. Zwar war schon damals vermutet worden, dass China hinter den Angriffen steckt. Das Land hatte dies öffentlich stets dementiert. Doch laut "New York Times" gibt es nun einen neuen Beleg dafür.

So habe ein chinesischer Agent den US-Amerikanern gesteckt, dass der Befehl für den Angriff auf Google aus dem Politbüro kam, also von der chinesischen Staatsführung. Mit dem Angriff seien anschließend verschiedene Regierungsstellen, private Sicherheitsexperten und "Internet-Gesetzesbrecher" befasst gewesen.

Angriffe auf US-amerikanische Regierungscomputer und die von westlichen Verbündeten soll es seit 2002 gegeben haben, heißt es in dem Dokument, aus dem die "New York Times" zitiert.

Der Hackerangriff und die chinesische Zensur waren für Google die Hauptgründe, warum man sich vom chinesischen Markt Anfang des Jahres zurückgezogen hatte.