Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) geht davon aus, dass der Ölpreis im Sommer von derzeit 135 auf bis zu 170 Dollar pro Fass hochschnellen wird. „Ich rechne mit Preisen von 150 bis 170 Dollar im Laufe des Sommers“, sagte der Opec-Vorsitzende Tschakib Chelil dem französischen Sender France 24.
Verschärfe sich allerdings der Konflikt um das iranische Atomprogramm, werde dies die Ölpreise noch stärker hochtreiben. Schlimmstenfalls - wenn etwa die Ölproduktion im Opec-Mitgliedstaat Iran stillliege - könnte der Ölpreis sogar „auf 200, 300, 400 Dollar“ steigen.
Kurzfristig hänge „alles“ von der Europäischen Zentralbank (EZB) und ihrer Entscheidung über eine mögliche Zinserhöhung ab. „Dann, glaube ich, wird der Ölpreis steigen“, sagte Chelil.
Experten erwarten, dass die EZB ihre Zinsen demnächst anhebt, um der Inflation einen Riegel vorzuschieben. Dies könnte den Euro gegenüber dem Dollar weiter stärken. Öl wird in der US-Währung bezahlt, weshalb ein schwächerer Dollar die Ölnachfrage aus Nicht-Dollar-Ländern ankurbeln könnte. Die EZB will am kommenden Donnerstag über ihre Zinsen entscheiden.
AFP/dma




