Die ohnehin gute Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im August überraschend noch einmal verbessert. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg auf 106,7 Punkte von 106,2 Zählern im Vormonat, teilte das Münchner Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) mit. Es war der dritte Anstieg in Folge, das Barometer erreichte den höchsten Stand seit Juni 2007.
„Die deutsche Wirtschaft ist im stabilen Sommerhoch“, sagte Ifo-Chef Hans-Werner Sinn. Der Ifo-Index gilt als wichtigster Frühindikator der deutschen Wirtschaft.
Analysten hatten im Schnitt mit einem Rückgang auf 105,7 Zähler gerechnet. Die 7000 befragten Unternehmen schätzten die Aussichten für die kommenden sechs Monate nur minimal schlechter ein, die Lage erneut besser ein. Die deutsche Wirtschaft befinde sich in einem stabilen Sommerhoch, sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn.
Die Konjunktur hängt nach Einschätzung des Instituts derzeit vor allem von der Entwicklung im Ausland ab. Sollten die USA angesichts der hohen Arbeitslosenquote wieder in eine Rezession rutschen und Asien langsamer wachsen als bisher, werde sich Deutschland dem nicht entziehen können, sagte Ifo-Konjunkturexperte Klaus Abberger. „Wir sind natürlich keine Insel. Das würde uns dann stark treffen.“
Die meisten Experten sagen für das laufende dritte Quartal eine Konjunkturabkühlung voraus. Sie rechnen mit einem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von rund 0,5 Prozent. Im Frühjahrsquartal hatte die Wirtschaftsleistung überraschend um 2,2 Prozent zugelegt und damit so stark wie seit rund zwei Jahrzehnten nicht mehr.
Reuters/dpa/lw





