Die Gewerkschaft Ver.di teilte am Dienstag mit, alle Mitglieder des Easyjet-Wahlvorstandes seien vom Arbeitgeber-Anwalt ultimativ aufgefordert worden, schriftlich zu erklären, dass sie ihr Mandat niederlegen und alle Wahlaktivitäten einstellen. Dieses Verhalten sei nicht hinnehmbar, die Gewerkschaft werde dagegen „unverzüglich geeignete Maßnahmen einleiten“, kündigte Verdi-Gewerkschaftssekretär Holger Rößler an.

Easyjet bestritt unterdessen, einen Betriebsrat verhindern zu wollen. Eine Wahl sei aber unmöglich, solange die Mitarbeiter britische Arbeitsverträge hätten und damit britisches Arbeitsrecht gelte. Easyjet beabsichtige, von Januar an mit allen deutschen Arbeitnehmern deutsche Verträge zu schließen, sagte Unternehmenssprecher Oliver Aust. Dann könne auch ein Betriebsrat gewählt werden. Das „Vorpreschen“ von Ver.di erklärte Aust mit einem „Gewerkschaftskleinkrieg“ gegen die konkurrierenden Organisationen Ufo und Cockpit.