Wie das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ vorab berichtete, wollen die rund 350 Piloten und Kabinenbeschäftigten Vertreter in eine gemeinsame Tarifkommission mit ihren britischen Kollegen entsenden, um Dienst- und Tarifverträge nach deutschem Recht durchzusetzen. Auslöser für den Wunsch nach mehr Mitbestimmung sei eine weit verbreitete Unzufriedenheit unter den deutschen Easyjet-Mitarbeitern. Während ihre Kollegen etwa in Frankreich oder Italien längst lokale Arbeitsverträge hätten, unterlägen die Berliner noch immer britischem Recht - mit teilweise bizarren Folgen. Die Sozialabgaben müssten in Großbritannien abgeführt werden. Weil der Kurs des britischen Pfunds in den vergangenen Monaten deutlich fiel, sei das in Euro ausbezahlte Gehalt drastisch geschrumpft. Wie ein Easyjet-Sprecher dem Magazin erklärte, sollen die deutschen Beschäftigten bald einheimische Arbeitsverträge erhalten.