Die teilstaatliche Commerzbank und die staatliche Förderbank KfW wollen einem Zeitungsbericht zufolge einen eigenen Fonds für den deutschen Mittelstand auflegen. Die „Financial Times Deutschland“ berichtete, sie verfüge über Informationen, wonach das Volumen des Fonds 300 bis 500 Millionen Euro betragen solle.
Firmen sollten mit Eigenkapital versorgt werden und auf diese Weise in die Lage versetzt werden, ihr Wachstum zu finanzieren, hieß es demnach. Der Verwaltungsrat der KfW solle am 10. Juni über die Pläne abstimmen.
KfW und Commerzbank lehnten dem Bericht nach eine Stellungnahme ab. Eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums sagte der Zeitung: „Wir sehen es positiv, weil damit eine Lücke in der Mittelstandsfinanzierung geschlossen würde.“
In informierten Kreisen hieß es dem Bericht zufolge, der neue Fonds von KfW und Commerzbank sei kein Konkurrenzprodukt zum Fonds der Deutschen Bank. Er sei anders konstruiert. Ein Unterschied zwischen dem Fonds der Deutschen Bank und dem der KfW und Commerzbank werde die Größe der Zielkunden sein, berichtete die Zeitung.
Der Deutsche-Bank-Fonds richte sich an Mittelständler mit einem Umsatz von maximal 100 Millionen Euro, der neue Fonds dagegen nach derzeitiger Planung an Unternehmen mit einem Umsatz von 50 bis 500 Millionen Euro.
Die KfW solle etwa 150 bis 250 Millionen Euro in den Fonds geben, die Commerzbank voraussichtlich den Rest. Allerdings seien die Institute offen für weitere interessierte Investoren.
Reuters/dma





