Der Belegschaft des insolventen Versandhauses Quelle drohen offenbar drastische Einschnitte. Nach Informationen der „Nürnberger Nachrichten“ könnten allein in der Region Nürnberg/Fürth bis zu 2000 der rund 5000 Arbeitsplätze wegfallen. Die „Süddeutsche Zeitung“ berichtete unter Berufung auf Unternehmenskreisen von 1500 gefährdeten Arbeitsplätze. Der Sprecher des vorläufigen Insolvenzverwalters, Thomas Schulz, wollte diese Spekulation nicht bestätigen. „Erst die Mitarbeiter, dann die Medien“, sagte er.

Quelle ist Teil des insolventen Essener Handelskonzerns Arcandor. Am Samstag will Arcandor die Suche nach einem Ankerinvestor für den Gesamtkonzern offiziell einstellen. Eine Zerschlagung des Konzerns wird immer wahrscheinlicher.

Auch der Betriebsratsvorsitzende von Quelle, Ernst Sindel, rechnet mit deutlichen Einschnitten bei der Belegschaft. „Jeder der denkt, die Sanierung von Quelle ginge ohne massiven Abbau von Arbeitsplätzen, ist ein Fantast“, sagte Sindel dem „Tagesspiegel“. Über die Zahl der zu erwartenden Stellenstreichungen wollte er sich nicht äußern. Man werde alles tun, um die Einschnitte abzufedern, betonte Sindel.