Deutscher Arbeitsmarkt

Zahl der Arbeitslosen fällt auf 3,2 Millionen

Kräftige Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt: Im Mai waren 165.000 Menschen weniger arbeitslos, auch die Kurzarbeit ging zurück.

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Lichtblicke am Arbeitsmarkt

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Der Arbeitsmarkt in Deutschland erholt sich weiter. Die Zahl der Arbeitslosen fällt um 165.000 auf 3.24 Millionen.Dies teilte die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mit. Das waren 217.000 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote nahm um 0,4 Punkte auf 7,7 Prozent ab. Vor einem Jahr hatte sie noch bei 8,2 Prozent gelegen.

BA-Vorstandschef Frank-Jürgen Weise sagte: „Der Frühjahrsaufschwung auf dem Arbeitsmarkt hat sich auch im Mai fortgesetzt.“ Auch saisonbereinigt ging die Arbeitslosigkeit im Monatsvergleich um 45.000 zurück.

Zudem sank die Zahl der Kurzarbeiter erneut. Ende März zahlte die BA an 830.000 Beschäftigte Kurzarbeitergeld. Davon arbeiteten rund 693.000 Arbeitnehmer aus konjunkturellen Gründen kurz. Im Dezember 2009 waren es noch 810.000 konjunkturbedingte Kurzarbeiter. Auf dem Höhepunkt der Kurzarbeit im Mai vorigen Jahres waren es über 1,5 Millionen Kurzarbeiter.

Schon am Montag hatte die Bundesagentur für Arbeit die Zahlen zur Arbeitskräftenachfrage veröffentlicht. Diese habe nach einem krisenbedingten Tief im Jahr 2009 im Mai wieder kräftig angezogen. Die Zahl der freien Stellen habe nochmals höher als im April gelegen, teilte die BA bei der Veröffentlichung ihres Beschäftigungsindexes (BA-X) mit. Der Indikator für die Kräftenachfrage sei im Mai von 149 auf 157 Punkte gestiegen. Zum dritten Mal in Folge liege die Zahl der offenen Stellen über dem Vorjahresniveau.

Ökonomen rechnen auch in den kommenden Monaten mit einer Entspannung am Arbeitsmarkt. Dadurch dürfte die durchschnittliche Arbeitslosigkeit in diesem Jahr mit 3,3 Millionen um 100.000 unter dem Vorjahreswert liegen. Noch vor wenigen Monaten hatten alle Experten für das Jahr 2010 noch mit einem kräftigen Anstieg der Arbeitslosenzahlen gerechnet. „Die Beschäftigung ist längst nicht so stark eingebrochen wie wir befürchtet hatten“, räumte Commerzbank-Volkswirt Eckart Tuchtfeld ein.

Bereits im April hatte ein starker Frühjahrsaufschwung die Arbeitslosenzahlen um 162.000 auf 3,4 Millionen sinken lassen. Das waren nach Angaben der Bundesagentur 178.000 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote nahm zum Vormonat um 0,4 Punkte auf 8,1 Prozent ab. Vor einem Jahr hatte sie bei 8,6 Prozent gelegen. Als Hauptgründe für die günstige Entwicklung hatte der Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, das Ende der kalten Jahreszeit und das Anziehen der Konjunktur angeführt.