Der Mischkonzern Oetker will seine Machtposition beim Handelskonzern Douglas ausbauen. Nach Angaben des Bundeskartellamts plant Oetker, seinen Douglas-Anteil über die Sperrminorität von 25 Prozent hinaus aufzustocken. Die Behörde teilte mit, der Bielefelder Konzern habe bereits am 12. November entsprechende Pläne bei ihr zur Genehmigung angemeldet.

Die Kartellwächter hätten grünes Licht gegeben, da sie keine Beeinträchtigung des Wettbewerbs sähen, sagte eine Behördensprecherin Reuters. Weder von Oekter noch von Douglas war zunächst eine Stellungnahme zu erhalten.

Oetker hatte in der Vergangenheit seinen Anteil an Douglas kontinuierlich aufgestockt. Im April hatte der Konzern die Schwelle von 15 Prozent übersprungen, im August die 20-Prozent-Hürde. Derzeit hält Oetker nach im Internet veröffentlichten Douglas-Angaben 23,32 Prozent am Grundkapital. Überspringt Oekter die Schwelle von 30 Prozent, wird eine Pflichtofferte an die anderen Douglas-Aktionäre fällig.

Als Grund für die Übernahme neuer Douglas-Anteile hatte ein Douglas-Sprecher in der Vergangenheit sogenannte Put-Optionen genannt, die Oetker zu einer Übernahme von Douglas-Anteilen zwängen.

Reuters/lw