Belastet von Kursverlusten an der Wall Street und der Tokioter Börse hat der Deutsche Aktienindex Dax in den ersten Minuten des Handels um 0,8 Prozent auf knapp 3905 Punkte nachgegeben. Am Vortag hatte der deutsche Leitindex 1,9 Prozent tiefer bei 3936,45 Zählern geschlossen. In den USA hatte der Dow Jones mit minus 3,41 Prozent bei 7115 Punkten geschlossen, so niedrig wie seit elf Jahren nicht mehr.

„Obwohl der Dax gestern unter die wichtige Marke von 4000 Punkten gerutscht ist, ist ein Ausverkauf derzeit nicht zu befürchten“, sagte ein Börsianer. „Dazu sind die Umsatzvolumina zu gering. Der Markt leidet eher unter einem Käuferstreik.“

Mit Spannung blickten Anleger unterdessen auf den Ifo-Geschäftsklimaindex, der am Vormittag veröffentlicht werden sollte. „Er müsste allerdings deutlich besser als erwartet ausfallen, um dem Dax Auftrieb geben zu können“, betonte ein Händler. Von Reuters befragte Analysten rechneten für Februar mit einem bei 83 Punkten stabilen Wirtschaftsbarometer.

Zu den größten vorbörslichen Verlierern zählten die Titel von Grammer. Die im Kleinwerte-Index SDax gelisteten Papiere des Autobauers brachen im Geschäft des Handelshauses Lang & Schwarz um rund neun Prozent ein. Der Zulieferer hatte am Vorabend bekannt gegeben, er rechne wegen der Absatzkrise der Automobilindustrie für das erste Halbjahr 2009 mit einem Absatzeinbruch von bis zu 30 Prozent und einem operativen Verlust.

Ins Rampenlicht rückten außerdem die beiden Solarfirmen Q-Cells und Solon. Während Q-Cells die Umsatzprognose erneut leicht zurücknahm, stellte Solon eine Anhebung der Unternehmensziele in Aussicht. Dennoch gehörte nicht nur Solon, sondern auch Q-Cells zu den wenigen vorbörslichen Gewinnern im Technologie-Index TecDax.

Gefragt waren auch die Papiere von DIC Asset, die vorbörslich rund fünf Prozent zulegten. Die Immobilienfirma hatte für 2008 einen Gewinn von 25 Millionen Euro angekündigt.

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dpa/Reuters/oht