Die meisten Unternehmenschefs beurteilen die Wirtschaftsaussichten auch die nächsten drei Jahren skeptisch. Das geht aus einer Umfrage unter 1.124 Vorstandsvorsitzenden weltweit hervor, die die Wirtschaftsberatungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) aus Anlass des Weltwirtschaftsforums veröffentlichte.

Laut Umfrage erwartet weniger als ein Viertel der Spitzenmanager in den nächsten zwölf Monaten steigende Umsätze. Das sind 50 Prozent weniger als vor einem Jahr. Auch für die nächsten drei Jahre erwarten lediglich 34 Prozent der Befragten steigende Einnahmen. „Die Vorstandschefs machen sich die meisten Gedanken um das unmittelbare Überleben ihrer Firmen“, erklärte PwC-Chef Samuel DiPiazza.


Zu dem Weltwirtschaftsforum (WEF) werden 41 Staats- und Regierungschefs, darunter Bundeskanzlerin Angela Merkel, und so viele Wirtschaftsführer wie noch nie werden erwartet. Das Treffen, zu dem insgesamt über 2.500 Persönlichkeiten aus fast 100 Ländern anreisen wollten, steht unter dem Motto „Die Welt nach der Krise gestalten“. Die Konferenz dauert bis Sonntag.


Diskutiert wird auf der Tagung nicht nur über die aktuelle Krise. Auch globale Herausforderungen wie Klimawandel, Nahrungsmittel- oder Wasserknappheit werden angesprochen. Am Eröffnungstag sprechen neben dem Schweizer Bundespräsidenten Hans-Rudolf Merz der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao und der russische Ministerpräsident Wladimir Putin.

Auch der britische Premierminister Gordon Brown und der israelische Präsident Schimon Peres werden in Davos erwartet. Zudem stehen der frühere US-Präsident Bill Clinton und dessen ehemaliger Stellvertreter Al Gore, der einstige britische Premierminister Toni Blair und UN-Generalsekretär Ban Ki Moon auf der Teilnehmerliste. Hinzu kommen hochrangige Vertreter aus der Wirtschaft, wie Microsoft-Gründer Bill Gates. Verantwortliche von 30 internationalen Organisationen werden erwartet.

AP/PHJ