Ungeachtet der jüngsten Absatzeinbrüche auf den weltweiten Automärkten hat sich Daimler-Chef Dieter Zetsche für das laufende Jahr vorsichtig optimistisch gegeben. Die Folgen der Finanzkrise seien in der Branche unterschätzt worden, räumte Zetsche vor dem Start der Automesse in Detroit ein. Die gesamte Branche habe es hart getroffen.

„Momentan haben alle Schmerzen“, sagte Zetsche. Die Schwierigkeiten böten aber auch die Chance, Veränderungen anzustoßen. Gefragt seien neue Fahrzeug- und Antriebskonzepte, angefangen von sparsamen Verbrennungs- bis hin zu Elektromotoren.

Auf der Autoshow in Detroit stellen die Stuttgarter in diesem Jahr unter anderem ihre neue E-Klasse sowie drei Varianten der A- und B-Klasse mit alternativen Antriebskonzepten vor. Zum einen ein reines Elektrofahrzeug mit Lithium-Ionen-Batterie für die Stadt. Als zweite Variante die Kopplung mit einem Benzinmotor als dritte die Verbindung mit einer Brennstoffzelle.

2008 war der Absatz der Auto-Sparte von Daimler mit den Marken Mercedes-Benz, smart und Maybach im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 Prozent auf rund 1,26 Millionen Fahrzeuge zurückgegangen. Vor allem im letzten Quartal war der Absatz als Folge der Finanzkrise auf allen Märkten auf Talfahrt gegangen. Der Autobauer hat bereits mit Kurzarbeit auf die in den vergangenen Monaten deutlich gesunkene Nachfrage reagiert.

dpa/oht