Rund 100.000 zusätzliche Ausbildungsplätze sollen in Deutschland bis 2010 für benachteiligte Jugendliche geschaffen werden. Wie das Bundesarbeitsministerium in Berlin mitteilte, tritt morgen der Anfang Juli vom Bundesrat beschlossene „Ausbildungsbonus“ in Kraft. Mit dem neuen Instrument werden Unternehmen gefördert, die Lehrstellen für junge Menschen mit geringen Chancen auf dem Arbeitsmarkt schaffen.
Die Regierung zahlt Arbeitgebern, die benachteiligten Jugendlichen eine Ausbildung ermöglichen, einen Zuschuss von 4000 bis 6000 Euro. Bedingung ist, dass sie den Ausbildungsplatz zusätzlich geschaffen haben. Das müssen sie der Regierung nachweisen. Anspruch auf den Zuschuss hat ein Unternehmen, das einen Bewerber ohne Schulabschluss oder mit Sonderschulabschluss einstellt, wenn er sich schon früher um einen Ausbildungsplatz bemüht hat.
Auch Jugendliche mit höheren Schulabschlüssen, die schon mehr als zwei Jahre lang erfolglos nach einem Ausbildungsplatz gesucht haben, profitieren vom Ausbildungsbonus. Die finanzielle Unterstützung ist bis Ende 2010 befristet. Zum Start des neuen Ausbildungsjahres entscheiden jetzt die örtlichen Agenturen für Arbeit, ob sie Arbeitgebern den Bonus bewilligen. Er wird in zwei Teilbeträgen ausgezahlt: eine Hälfte nach Ablauf der Probezeit und die andere nach der Zulassung zur Abschlussprüfung.
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