Auf WhatsApp ist eine neue Betrugsmasche im Umlauf. Wie die Polizei Heinsberg in einer Mitteilung warnt, handelt es sich dabei aber nicht um die Enkeltrick-Masche, der bereits zahlreiche, zumeist ältere, Menschen zum Opfer gefallen sind. Hierbei geben sich die Betrüger als Mitarbeiter einer Bank aus und versuchen ihre Opfer mit einem pfiffigen Manöver zur Herausgabe der Tan-Nummer zu überzeugen.

Wie gehen die WhatsApp-Betrüger vor? Die Polizei schildert den Fall einer Frau, die vom vermeintlichen Sicherheitsservice ihrer Bank auf WhatsApp angeschrieben wurde. Sie täuschen vor, dass es zu Unregelmäßigkeiten am Konto der Betroffenen gekommen sei, wodurch es notwendig geworden sei, auf persönliche Daten Zugriff zu erhalten. In dem Fall gaben die Betrüger vor, dass Daten über "ein manipuliertes Kartenterminal abgegriffen worden seien".

WhatsApp: Polizei warnt vor neuer Abzock-Masche

Die Frau wurde dann gebeten, über eine pushTan die letzte Zahlung zu blockieren. Ihr wurde auch damit gedroht, dass ihr Online-Banking gesperrt werden würde, wenn sie nicht auf diese Nachricht antworten und ihre Tan schicken würde. In dem Fall nahm das ein glückliches Ende, weil die Frau richtig reagierte, sich nicht verunsichern ließ und die Tan an die Betrüger sendete.

WhatsApp: Neue Abzock-Masche – Polizei gibt Empfehlungen

AppWhatsApp
ArtMessenger-Dienst
UnternehmenMeta Platforms
Erscheinungsjahr2009
UnternehmenssitzMountain View, Kalifornien
Nutzerüber 2 Milliarden

Dennoch nahm die Polizei den Fall zum Anlass, um nicht nur davor zu warnen, sondern auch Empfehlungen zu geben, wie man sich verhalten sollte. Und bei welchen WhatsApp-Nachrichten man lieber hellhörig werden sollte.

  • Die Polizei rät dazu, misstrauisch zu sein, wenn man Nachrichten von angeblichen Bank-Mitarbeitern erhält.
  • Diese würden sich vermutlich niemals über WhatsApp melden, sondern anrufen.
  • Kontaktieren Sie Ihre Bank und fragen, ob wirklich ein Sicherheitsproblem vorliegt.
  • Geben Sie keine sensiblen Daten wie etwa die Tan-Nummer heraus.

Wenn es bereits zu spät ist, sollte man in jedem Fall den Betrugsfall bei der Polizei anzeigen. Auch sollte man den Betrug WhatsApp melden. Um das Risiko zu vermindern, zum Ziel von Kriminellen zu werden, raten Experten, die Privatsphäre-Einstellungen zu überpüfen. So rät die Stiftung Warentest dazu, bestimmte WhatsApp-Einstellungen zu ändern.