Tablet-Computer

Was das Surfen mit dem iPad kosten wird

Am 28. Mai bringt Apple das iPad in Deutschland auf den Markt. Der Tablet-PC wird nicht exklusiv von der Telekom vertrieben. Die Mobilfunkanbieter werden maßgerechte Tarife anbieten, ob Prepaid, Tages- oder Monatspauschale. Das iPad benötigt eine Micro-Sim-Karte, aber dafür kann eine Schere hilfreich sein.

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Knapp drei Wochen vor dem Verkaufsstart des Tablet-Computers iPad von Apple in Deutschland bringen sich die Mobilfunkanbieter mit neuen Internet-Tarifen in Stellung. Alle Netzbetreiber setzen große Hoffnungen auf das flache Gerät mit dem berührungsempfindlichen Bildschirm. Der Handy-Neukundenmarkt ist hierzulande weitgehend gesättigt, das mobile Internet verbleibt als eines der wenigen Wachstumsfelder.

Nach Informationen von Morgenpost Online wird auch bei diesem Gerät die Deutsche Telekom mit Apple eine Partnerschaft eingehen. Anders als beim iPhone gibt es beim iPad allerdings keine Exklusivität. Trotzdem hat die Telekom für das iPad eine bislang geltende Tarifregel außer Kraft gesetzt.

Zum ersten Mal bietet der Netzbetreiber eine vorausbezahlte Monatsflatrate (Prepaid) für das mobile Internet an. Für knapp 35 Euro können die Nutzer im Telekom-Netz drei Gigabyte Daten bewegen. Außerdem dürfen sie die 8000 Wlan-Hotspots der Telekom nutzen, die hauptsächlich an Flughäfen, Bahnhöfen und Cafes wie Starbucks zu finden sind. Bislang gab es bei der Telekom Monatspauschalen nur für Vertragskunden mit Laufzeitverträgen. Die neue Pauschale kann nun monatlich neu gebucht werden.

Allerdings sollen auch Telekom-Vertragskunden über Zubuchoptionen einen iPad-Tarif erhalten können. Sie müssen sich dann entscheiden, ob sie zu ihrem bestehenden Vertrag eine Tagespauschale für knapp drei Euro mit einem Volumen von einem halben Gigabyte oder eine Monatspauschale für knapp 20 Euro mit einem Volumen von 300 Megabyte nutzen wollen. Für bestehende iPhone-Nutzer wird es einen speziellen Zusatztarif geben, der drei Gigabyte umfasst und knapp 20 Euro im Monat kostet.

Wie Morgenpost Online aus Branchenkreisen erfuhr, plant Vodafone eine Monatspauschale in Höhe von 30 Euro, kann dafür aber keine Nutzung von Wlan-Hotspots anbieten. Der Mobilfunker wollte den Tarif nicht bestätigen.

E-Plus wird über seine Mobilfunkdiscounter Simyo und Blau.de iPad-Besitzern einen mobilen Internetzugang verkaufen. Bei Simyo gibt es für knapp zehn Euro einen Gigabyte pro Monat, das Startpaket kostet mit einem Fünf-Euro-Guthaben knapp 15 Euro. Blau.de bietet das gleiche Ein-Gigabyte-Paket an, ermöglicht aber auch eine 100-Megabyte-Option für 3,90 Euro. Eine Monatspauschale gibt es dort für knapp 20 Euro. Allerdings nutzen Simyo und Blau.de das E-Plus-Netz, dass in Deutschland die langsamste Datenübertragung bietet.

Telefónica O2 will erst später seine Tarife bekannt geben, der O2-Discounter Fonic hat jedoch schon eine Tagesflatrate für 2,50 Euro angekündigt. Wer jedoch an zehn Tagen diese Pauschale genutzt hat, zahlt für den Rest des Monats keine Gebühren mehr.

Im Gegensatz zu allen Handys in Deutschland benötigt das iPad eine Micro-Sim, die kleiner ist als gewöhnliche Handy-Karten. Allerdings gibt es in der Größe des Sim-Karten-Chips keinen Unterschied. In Internetforen kursieren Beschreibungen, wie sich gewöhnliche Handykarten für das iPad mit einer Schere zuschneiden lassen.

Somit können auch normale Datentarife mit dem Gerät genutzt werden. Nach den jetzigen Planungen wird das iPad nicht über die Mobilfunker in Deutschland verkauft sondern muss direkt bei Apple im Internet bestellt werden.