In einem deutschen Haushalt rieseln jeden Tag sechs Milligramm davon auf jeden Quadratmeter herab. Drei Viertel davon kommen von außen, darunter auch Pollen, Abrieb von Autoreifen, kosmische Teilchen aus dem All oder Mineralien, die ursprünglich aus Wüsten stammen, berichtet das in Hamburg erscheinende Magazin „Geo“ (Ausgabe 5/2009). Solche 10 bis 20 Mikrometer großen Staubbrocken können die Atemwege beeinträchtigen und in den Augen scheuern.
Gesundheitlich brisanter sind allerdings die kleineren Partikel aus dem Nanometerbereich. Dazu gehören Sporen, Bakterien oder Rußteilchen, die ebenfalls in der Wohnung durch die Luft schweben. Solche Nano-Partikel gelangen den Angaben zufolge über den Atem bis in die Lungenbläschen oder in den Blutkreislauf. Auch giftige Schwermetalle wie Chrom oder Blei könnten mit dem Staub in die Wohnung gelangen. Die Atemluft dort sei deshalb oft höher belastet als die an einer Straßenkreuzung, berichtet das Magazin.
Andererseits sind auch positive Auswirkungen durch den Staub belegt: So hat eine Untersuchung des Helmholtz-Zentrums in München gezeigt, dass größere Mengen an Hausstaub die Abwehrkräfte des menschlichen Körpers möglicherweise sogar fördern. Bei der Studie zeigte sich, dass gerade im Blut solcher Menschen weniger Allergie-Marker feststellbar waren, auf deren Matratzen der Staub besonders dick lag.
dpa/LF





