Wie die Physiker Ulf Leonhardt und Thomas Philbin von der Universität St. Andrews berichteten, handelt es sich bei dem Phänomen um die Umkehrung der so genannten Casimir-Kraft. Diese Kraft dient etwa Geckos dazu, sich mit einem einzigen Zeh an einer Oberfläche festzuhalten.

Ihre Entdeckung könnte helfen, Alltagsgegenstände vom Auto-Airbag bis zu Computerchips leistungsfähiger zu machen, betonten die beiden Wissenschaftler, deren Studie vom Fachblatt "New Journal of Physics“ veröffentlicht werden soll.

Die Casimir-Kraft wurde 1948 von einem niederländischen Physiker beschrieben erstmals vor zehn Jahren tatsächlich gemessen. Ihre Umkehrung führt nach Darstellung Leonhardts dazu, dass winzige Objekte in einem Vakuum voneinander abgestoßen und nicht mehr angezogen werden. In der Nano-Welt und vor allem bei einigen mikro-elektromechanischen Systemen sei die Casimir-Kraft die wesentliche Ursache für Reibung, betonte der Physik-Professor. Könne diese Kraft gebändigt werden, könnten Mikro- oder Nanomaschinen glatter laufen und mit weniger oder gar keiner Reibung betrieben werden.

Das Phänomen greife allerdings nur bei Nano-Objekten. „Menschliches Schweben bleibt weiterhin Cartoons, Märchen und paranormalen Erzählungen vorbehalten.“

AFP/OC